Ein wenig nervös sei er schon, verriet mir mein Sportsfreund Toni. Ich war mit ihm unterwegs zur Bushaltestelle. Die treue Leserschaft erinnert sich: Zu Beginn der Frauen-EM letztes Jahr in der Schweiz äusserte er sich, sagen wir es mal vorsichtig, sehr kritisch über das Niveau des ...
Ein wenig nervös sei er schon, verriet mir mein Sportsfreund Toni. Ich war mit ihm unterwegs zur Bushaltestelle. Die treue Leserschaft erinnert sich: Zu Beginn der Frauen-EM letztes Jahr in der Schweiz äusserte er sich, sagen wir es mal vorsichtig, sehr kritisch über das Niveau des Frauenfussballs. Allerdings musste er seine Ansicht im Laufe des Turniers gehörig revidieren, und am Schluss der EM wurde er zum richtigen Fan der Fussballerinnen (und vor allem von seiner neuen spanischen Freundin Maria – aber das ist ein anderes Thema). Jetzt ist er also nervös. Ich vermute, dass er Angst hat, die Schweizer Fussballer könnten im Vergleich zu unsern Eishockeyhelden den Kürzeren ziehen.
Morgen gehts gegen Katar los. Mit Breel, also sollte eigentlich nichts schieflaufen. Toni war jedenfalls nicht nur nervös, sondern auch zuversichtlich: «Wir schlagen die Katarer mit mindestens zwei Toren Differenz!» Hoppla, dachte ich mir, er wird es wohl wissen, schliesslich ist er Fussballexperte. Allerdings einer von Milliarden. Seine Prognose konnte er nicht mehr begründen, weil er in den Bus einsteigen musste. Falls es die Leserschaft interessiert, wie es seiner Freundin Maria geht: Ich weiss es auch nicht, werde es aber im Laufe der WM hoffentlich noch herausfinden.
Jean
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