Warum solche Steinplatten?
07.08.2026 MellingenMellingen: Die Stadt liefert Antworten auf brennende Fragen zur Baustelle Hauptgasse
Auf der Baustelle Hauptgasse ist es laut und staubig. Das stört viele. Sie stellen der Stadt Fragen. Die Stadt antwortet, erklärt und zeigt Verständnis.
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Mellingen: Die Stadt liefert Antworten auf brennende Fragen zur Baustelle Hauptgasse
Auf der Baustelle Hauptgasse ist es laut und staubig. Das stört viele. Sie stellen der Stadt Fragen. Die Stadt antwortet, erklärt und zeigt Verständnis.
Die Baustelle Hauptgasse bringt Lärm, Staub und immer wieder Fragen aus der Bevölkerung. Die Stadt Mellingen liefert Antworten auf diese Fragen und erinnert daran, dass das Projekt mit Plänen öffentlich auflag. Seither, teilt die Stadt mit, habe es nur geringfügige Änderungen gegeben. Der «Reussbote» listet die wichtigsten Themen auf, begleitet von den Erläuterungen durch die Stadt.
Planung und Bauunternehmen:
Das Projekt musste öffentlich ausgeschrieben werden. Es ist deshalb ausgeschlossen, den Unternehmer vorgängig in die Planung miteinzubeziehen. Der ausführende Unternehmer ist erst nach der Submission bekannt. Das Bauprojekt ist zum Zeitpunkt der Submission bereits abgeschlossen.
Zuschneiden der Platten vor Ort:
In der Submission waren die zwei Schnitte, beim Randstein und an der Fassade, für alle Bauunternehmer ersichtlich. Weil die Platten an die bestehenden Gebäude angepasst werden müssen, ist ein Zuschnitt vor Ort nötig. Die Platten vorgefertigt zu liefern wäre aussergewöhnlich, sogar unmöglich. Zudem hätte eine Vorfertigung und Nummerierung der Platten unter dem Strich mehr Kosten verursacht und Schnitte vor Ort nur reduziert, nicht aber ersetzt. Bei kleinsten Änderungen und Ungenauigkeiten müssten die vorgefertigten Platten dennoch vor Ort angepasst werden. Die Platten müssen nicht nur wegen der Krümmung geschnitten werden, auch durch das Verlegemuster ist ein Schnitt beim Randstein und an der Fassade nötig. Teilweise sind sogar Einschnitte aufgrund der Höhe, respektive der Anpassung bei den Hauseingängen nötig.
Gestaltung und Plattenbreite:
Die Idee des umlaufenden Plattenfries ist eine breit abgestützte Gestaltungsidee. Die Wahl des Steins oder der Oberfläche der Platten wurde in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege beschlossen. Aufgrund der unterschiedlichen Belastung, beispielsweise durch den Bus wurden verschiedene Steindicken erforderlich: 8, 14 und 18 cm. Diese Abstufung wird nach einem Plan ausgeführt. Diese zum Teil hohen Steindicken wirken sich auf den Lärm negativ aus.
Drei verschiedene Plattenbreiten werden eingesetzt: 50, 40 und 30 cm. Die Längen sind frei, das Fugenbild soll möglichst lebendig wirken. Die freien und nicht fixen Längen produzieren weniger Abfall, was sich positiv auf den Preis auswirkt. Dadurch müssen auch weniger Platten geschnitten werden, was wiederum die Lärmbelastung auf das nötige Minimum einschränkt. Pflastersteine müsste man kaum schneiden, das Befahren von gepflästerten Strassen ist aber mit deutlich höherem Lärm verbunden. Schwarzbelag ergäbe kaum eine Aufwertung in der Hauptgasse.
Von Seiten der Stadt Mellingen wird rund um die unangenehmen Begleiterscheinungen betont: «Im Allgemeinen leiden wir mit den Anwohnern und Gewerblern mit. Wir sind aber überzeugt, dass die neue Hauptgasse sehr schön und einladend sein wird, wovon die ganze Bevölkerung viele Jahre lang profitieren wird.» (hhs)
