Urs Heinz Aerni, aufgewachsen in Fislisbach, ist Journalist, Literatur- agent und Kulturvermittler. Oft ist er in der Natur – auch im Reusstal – anzu- treffen, wenn er als Feldornithologe für Vereine, Firmen und andere Gruppen mit allerhand Geschichten aus der Vogelwelt ...
Urs Heinz Aerni, aufgewachsen in Fislisbach, ist Journalist, Literatur- agent und Kulturvermittler. Oft ist er in der Natur – auch im Reusstal – anzu- treffen, wenn er als Feldornithologe für Vereine, Firmen und andere Gruppen mit allerhand Geschichten aus der Vogelwelt unterwegs ist.
Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Die Schweiz schrumpft vom Wasserschloss Europas zu einem Schlösschen. Die Gletscher verschwinden. Immer weniger Schnee liefert nur noch kurz und wenig Schmelzwasser, das Grundwasser versiegt und die heissen Sommer lassen die Gewässer zu Rinnsalen verdunsten. Es bleiben die topografisch bedingten Gewitter in den Bergen und die Wassergewinnung aus dem Nebel durch die Nadelbäume, wie auf Teneriffa. Die Redewendung «Not macht erfinderisch» stamme aus der Antike und veranschauliche wie «Menschen in Notlagen fähig sind für ungewöhnliche, unkonventionelle, innovative Ideen und Problemlösungen. Also flexibler und einfallsreicher werden unter Zwang.» sinngemäss zitiert aus dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache. Nun denn, wo setzen wir also beim Sparen des kostbaren Wassers zukünftig an? Hier mal die ersten Vorschläge: Blumen und Garten mit Wasserbestäuber besprühen statt begiessen. Grund: Wasser verschwindet weniger schnell im Boden, das Tropfen von den Blättern verlängert die Feuchtigkeit. Rasen und Wiesen wachsen lassen, denn lange Halme geben dem Boden Schatten und Feuchtigkeit. Mit einer Gartengabel den Gartenboden löchern: So fliesst weniger Wasser bei Gewitter und Platzregen ab, sondern in den Boden hinein. Erst nach dreimal Pinkeln die Toilette spülen: Grund: 9 Liter Trinkwasser gehen jeweils das Rohr runter. Geschirrspüler aufs Maximale füllen und nur auf «Kurz» oder «Eco» drücken. Nassrasierer entfernen ihre Bartstoppeln nur noch alle drei bis vier Tage: Ist eh Mode. Beim Zähneputzen das Wasser abstellen. Neue Duschbrause anschaffen: Feinere Wasserstrahlen, weniger Verbrauch ohne dass mans merkt. Beim Einseifen die Dusche ausmachen. Swimmingpool in einen Naturteich umwandeln: Muss nicht gereinigt und nachgefüllt werden und bringt mehr Leben in den Garten. Und, hilft Tieren das Überleben, deren Habitate austrocknen. Strom sparen: Das Produzieren braucht Wasserkraft und die Brennstäbe müssen mit Wasser gekühlt werden. Restwasser aus der Küche vom Waschen von Salat und Obst für den Garten sammeln. Auto nicht mehr waschen: so ein verstaubter Karren hat ja auch was Abenteuerliches. Mehr aus Dose und gekauften Flaschen trinken, da ist das Wasser ja schon quasi verbraucht. Mehr öV benutzen: Energieverschleiss, dazu gehört auch Wasser, mit anderen teilen.
Es kann Spass machen, aus der Not kreative Tugenden erblühen zu lassen.