Mellingen: Die E-Mitwirkung zu den Projekten Tiefgarage und Lindenpark läuft online noch bis am 16. August
Mehr oder weniger Grün für den Lindenpark? Viel Sport und Spiel? – Bei der Gestaltung des Parks können immer noch alle mitreden. In wenigen Tagen ...
Mellingen: Die E-Mitwirkung zu den Projekten Tiefgarage und Lindenpark läuft online noch bis am 16. August
Mehr oder weniger Grün für den Lindenpark? Viel Sport und Spiel? – Bei der Gestaltung des Parks können immer noch alle mitreden. In wenigen Tagen läuft die E-Mitwirkung auf der städtischen Website ab.
Mit der Umfahrung erhielt Mellingen eine historische Chance: Das Stadtzentrum wurde vom Durchgangsverkehr befreit. Wo bis vor Kurzem täglich rund 15 000 Fahrzeuge unterwegs waren, ist zurzeit allerdings eine grosse Baustelle: Es ist lärmig, staubig, Steinplatten werden verlegt. Das alles aber macht die Hauptgasse zur Begegnungszone. Und die nächsten Schritte folgen. Die ehemaligen Kantonsstrassen Birrfeldstrasse und Lenzburgerstrasse werden zu grünen, lebenswerten Gemeindestrassen umgestaltet. Mehr Bäume, Aufenthaltsbereiche und Schwammstadt-Elemente zur Klimaanpassung sollen die Lebensqualität steigern. So steht es auf der städtischen Website.
Aus dem Parkplatz wird ein Park
Im Zentrum steht der Lindenplatz, der ein Park werden soll. Drei Visionen zeigen drei Varianten für die Umgestaltung des Parks. Dabei bezieht sich der Stadtrat auf die Ideen, die bereits im Mitwirkungsprojekt Plaza diskutiert wurden: Dort wünschte eine Mehrheit den Lindenplatz als Ort der Begegnung, der Erholung und des Austauschs. Die oberirdischen Parkplätze sollen durch eine Tiefgarage ersetzt werden. Darüber entsteht ein Park mit viel Grün.
Drei Varianten (siehe nebenstehende Visualisierungen) mit unterschiedlichen Nutzungsschwerpunkten wurden entwickelt. Die Altstadt soll mittels grüner Begegnungsfläche mit dem neu entstehenden Quartier mit dem Coop und weiterem Gewerbe verbunden werden. Der Park dient als nahtloser Übergang dieser beiden Gebiete. Trotz der darunterliegenden Garage mit rund 100 Parkplätzen ist eine Erdschicht von bis zu 80 cm vorgesehen. Spezielle Schächte erlauben es sogar grossen Bäumen, bis ins Grundwasser zu wurzeln. Zudem ist ein Brunnen oder ein Wasserspiel vorgesehen.
E-Mitwirkung: 175 Rückmeldungen
Die Stadt betont, dass die drei Varianten keine definitiven Projekt- oder Ausführungspläne sind. Vielmehr wird die endgültige Gestaltung im weiteren Planungsprozess erarbeitet. Dabei werden auch die Ergebnisse berücksichtigt, welche aus der noch bis zum 16. August laufenden elektronischen Mitwirkung resultieren.
Marcus Hsu, Leiter Bau und Planung in Mellingen, sagt auf Anfrage: «Wir freuen uns, dass sich bereits 175 Mellingerinnen und Mellinger an der ersten E-Mitwirkung beteiligt haben.» Man wolle mit dieser neuen Form der Bürgerbeteiligung möglichst viele Menschen erreichen, besonders auch die jüngere Bevölkerung. Hsu erklärt: «Nicht nur die Anzahl der Rückmeldungen stimmt uns positiv, sondern auch deren Qualität. Es wurden viele unterschiedliche Aspekte eingebracht, die wertvolle Hinweise für die Gestaltung des Parks liefern und in die weitere Planung einfliessen können.» Die Stadt hofft auf weitere Rückmeldungen, weil der Park ein Herzstück Mellingens werden soll. Möglichst viele sollen ihre Ideen einbringen. Hsu: «Je breiter die Mitwirkung, desto grösser ist die Chance, einen Park zu schaffen, mit dem sich die Bevölkerung langfristig identifizieren kann.» (hhs)