Referendum gegen Gemeindeversammlungsbeschluss ist zustande gekommen
Jetzt steht fest: Über den Vorprojektierungskredit in Höhe von 80 000 Franken für den im Dorf heftig diskutierten Strassenabtausch mit dem Kanton wird an der Urne entschieden. Die Initianten des ...
Referendum gegen Gemeindeversammlungsbeschluss ist zustande gekommen
Jetzt steht fest: Über den Vorprojektierungskredit in Höhe von 80 000 Franken für den im Dorf heftig diskutierten Strassenabtausch mit dem Kanton wird an der Urne entschieden. Die Initianten des Referendums reichten fristgerecht die nötige Zahl an Unterschriften ein.
An der Winter-Gmeind war der Vorprojektierungskredit für Vorstudien und Machbarkeitsabklärungen zum Strassenabtausch mit dem Kanton noch mit 107 Nein- zu 51 Ja-Stimmen bachab geschickt worden (der «Reussbote» berichtete). Nun werden die Karten noch einmal neu gemischt. Die Unterstützerinnen und Unterstützer rund um Referendums-Initiant Luca Baldelli nahmen die gesetzliche Hürde und brachten fristgerecht mehr als die geforderten 265 Unterschriften zusammen, was 20 Prozent aller Stimmbürgerinnen und Stimmbürger entspricht. Eingereicht wurden 316 Stimmen, wovon laut Mitteilung der Gemeinde 294 gültig waren.
«Wir sind froh, dass sich der Aufwand und die vielen Schritte und Kilometer durch Mägenwil gelohnt haben», sagt Luca Baldelli, der das Referendum initiiert hatte. Er freute sich, dass bei der Unterschriftensammlung sechsmal mehr Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die Erteilung eines Vorprojektierungskredits befürwortet haben, als noch an der Gemeindeversammlung. Bereits nach der Versammlung seien potenzielle Unterstützerinnen und Unterstützer auf ihn zugekommen,
erzählt er.
Schwierige Phase über die Feiertage
Ein harter Kern von fünf Personen sowie weitere Helfer ging in den letzten Wochen regelmässig im Dorf von Tür zu Tür: «Gefühlt haben wir jede Klingel gedrückt», berichtet Baldelli. Er allein sei insgesamt 13 bis 14 Stunden unterwegs gewesen. Eine zusätzliche Herausforderung war ausserdem, dass zwischen den Festtagen viele Mägenwilerinnen und Mägenwiler schlicht nicht zu Hause waren. Manchem Haus stattete man daher mehrmals einen Besuch ab. «Es hat auch gute Diskussionen mit Personen gegeben, die unterschiedlicher Meinung waren», erzählt Baldelli, der sich durch die positive Resonanz bestätigt fühlt. Viele Bürger seien dankbar gewesen, dass die Stimmensammlerinnen und Stimmensammler vorbeigekommen seien. Aber längst nicht alle Unterschriften liefen über die Initianten. Auch unabhängig wurden unterzeichnete Unterschriftenbögen auf der Gemeindekanzlei eingereicht. «Es zeigt, dass die Leute das eine gute Idee finden und die Sache unterstützen», so Baldelli. So könnten die Profis die Details des Projektes ausarbeiten und eine klare Datenlage für die endgültige Entscheidung schaffen. Noch ist es aber nicht soweit. Laut Gemeindekanzlei kann noch bis drei Tage nach der Veröffentlichung beim Regierungsrat Beschwerde erhoben werden. Falls dies nicht geschieht, wird die Entscheidung am 8. März im Rahmen der Eidgenössischen Abstimmungen an der Urne fallen.
Michael Lux