Mellingen: Am Benefiz-Konzert der Associazione spielte ein aus Milano angereistes Kammerorchester-Ensemble
Am frühen Samstagabend bot die Associazione Italia Nostra der Bevölkerung einen musikalischen Leckerbissen:
Die Sopranistin Laure Barras und drei italienische ...
Mellingen: Am Benefiz-Konzert der Associazione spielte ein aus Milano angereistes Kammerorchester-Ensemble
Am frühen Samstagabend bot die Associazione Italia Nostra der Bevölkerung einen musikalischen Leckerbissen:
Die Sopranistin Laure Barras und drei italienische Musikerkollegen verwandelten die katholische Kirche in einen klassischen Konzertsaal.
Dieses Konzert ist eine Hommage zum Muttertag und eine
Hymne an die schöne Musik und die Kultur», begrüsste Giuseppe Rondinelli, Präsident der Associazione Italia Nostra Mellingen das Publikum am Konzertabend mit Gratiseintritt. Rund 130 Personen waren dem Aufruf zum Benefiz-Konzert gefolgt, dessen Erlös aus der Kollekte der Unicef zugute kommen wird. Speziell Kindern, welche Opfer des Krieges im Iran sind. «Wir wollen so unsere Solidarität ausdrücken», sagte Rondinelli, bevor er den Musikern den Part übergab.
Eine Hommage an die Mütter
Das Ensemble Classica mit der Sopranistin Laure Barras und Romano Pucci (Flöte), Fabio Spruzzola (Gitarre) und Ivano Brambilla (Klarinette und Mandoline) gab sich die Ehre. Es war aus Milano angereist. Die schweizerischkanadische Virtuosin Barras, welche im Wallis lebt und wie ihre Kollegen regelmässig auf internationalen Bühnen auftritt, begrüsste auf Deutsch speziell die Mamas im Raum. «Ich bin auch eine», verriet sie. Mit dem ans Herz gehenden Stück «Mamma» von Cesare Andrea Bixio bewies Barras zum Einstieg eindrücklich die Kraft und das Timbre ihrer Stimme. Auf dem Programm standen ferner Arien und Melodien von Wolfgang Amadeus Mozart aus «Le Nozze di Figaro», Verdis «Bella figlia dell’amore» aus «Rigoletto», Rossinis «Una voce poco fa» aus «Il Barbiere di Siviglia» sowie Donizettis «Chacun le sait, chacun le dit» aus «La Fille du Régiment». Zum letzteren Stück trug Barras eine Soldatenmütze. Sie kleidete sich mehrere Male um und war der Star des Abends. Besonders charmant: Bei der Aufführung von «Rigoletto» bewegte sich die Sopranistin während ihrer Arien durch die Kirche und schäkerte charmant und augenzwinkernd mit einigen Besuchern. Mit Musik aus «Carmen», «La Bohème» und «La vita è bella» von Nicola Piovani sowie den «neapolitanischen Fantasien» endete das Konzert. Danach spendierte der Verein, der eine geschätzte Institution in Mellingen ist, einen Apéritiv. Dank dem schönen Wetter fand er draussen statt. Anschliessend konnte, wer mochte, im Vereinshaus ein einfaches Mahl mit Salat, Pasta und einem Dessert geniessen. Weil der Saal schnell voll war, wurden draussen weitere Tische aufgestellt. Ein Teil dieses Erlöses geht ebenfalls an die Unicef. Giuseppe Rondinelli war zufrieden mit dem Anlass und überrascht, dass so viele Leute aus Mellingen und Umgebung (und nicht nur Italiener) zum einmaligen Anlass gekommen waren.
Marc Benedetti