Mellingen: Der Kubb Club Mellingen lud zum Turnier mit Schweizer Meisterschaft und sorgte in der Kleinen Kreuzzelg für ein Sommerfest
Ein Turnier mit Wurfhölzern und König, das grosse Treffsicherheit abverlangt und dennoch mehr Sommerfest ist, als ehrgeiziger ...
Mellingen: Der Kubb Club Mellingen lud zum Turnier mit Schweizer Meisterschaft und sorgte in der Kleinen Kreuzzelg für ein Sommerfest
Ein Turnier mit Wurfhölzern und König, das grosse Treffsicherheit abverlangt und dennoch mehr Sommerfest ist, als ehrgeiziger Wettkampf.
Es ist heiss am Samstagnachmittag. Manche Kubb-Spielerinnen und -Spieler tragen ihre Sonnenschirme gleich selbst von Feld zu Feld, andere haben sich mit einem Drink in den Schatten gesetzt oder ein feuchtes Tuch über den Nacken gelegt und sehr viele sind barfuss. Vor allem aber werfen die meisten beim Kubb-Turnier in Mellingen Wurfhölzer auf Basekubbs ins abgegrenzte Feld – bis zuletzt auch der König fällt.
Auf der Wiese in der Kleinen Kreuzzelg lädt der Kubb Club Mellingen (KCM) an diesem Wochenende zu den Teamwettbewerben «Lions-Cup» und «Simba-Cup» am Samstag ein. Am Sonntag tragen die Mellinger hier sogar die Schweizer Meisterschaft im Kubb-Einzelwettbewerb aus. «Für die Schweizer Meisterschaft kommen die Spielerinnen und Spieler aus Basel, Bern, auch aus dem Tessin», sagt KCM-Präsidentin Jasmin Ryser. Diese Spieler seien dann schon etwas ehrgeiziger als die Teams am Samstag. «Es geht ja auch um den Titel», erklärt die Präsidentin.
«Gutes Spiel» für den Gegner
So oder so gilt beim Kubben aber «Fairplay»: Es wird ohne Schiedsrichter gespielt, die Teams einigen sich generell immer untereinander. Dem Gegner wünscht man am Anfang jedes Spiels «Gutes Spiel» und jedes Team bedankt sich nach dem Spiel auch für die Leistung des Gegners. Diese Mentalität ist auf dem Turnierplatz zu spüren. Überall Spiel, ein bisschen Sommerfest und gut gelaunte Kameradschaft – Ryser spricht von einer «mega Community», die sich im Sommer fast jeden Samstag irgendwo an den Turnieren in der Region trifft. Natürlich ist es auch Wettbewerb, Teams fallen sich in die Arme, wenn sie gewinnen und nach dem Achtelfinal im Viertelfinal erneut antreten dürfen. «Wichtig ist aber vor allem, dass alle einen schönen Nachmittag haben», sagt Ryser. Besonders schön sei, dass sie dieses Jahr auch die Badewiese neben dem Hallenbad benutzen durften, meint sie. Mit den schattenspendenden Bäumen sei das ein willkommener Rückzugsort.
Die «Smetterlinge» jubeln
Am Samstag spielten rund 160 Personen in Teams um den «Lions-Cup» oder den «Simba-Cup». Auch das Fislisbacher Team «een Handvoll Trä» hat das Achtelfinal erreicht. Sie treten gegen die Basler «Smetterlinge» an. 1 zu 1 steht es nach zwei Spielen. Dann aber gelingt den «Smetterlingen» im dritten, entscheidenden Spiel der grosse Wurf, der König fällt, die Basler jubeln und sind im erhofften Viertelfinal. Und die Fislisbacher gratulieren dem Gegner, danken für die Leistung. – Fairplay eben.
Heidi Hess