Mellingen: Vereinsreise des Frauenturnvereins (FTV) führte dieses Jahr ins Schaffhauserland
Die Mellinger FTV-Frauen besammelten sich kurz vor 8 Uhr am Bahnhof Heitersberg für ihre Vereinsreise nach Osterfingen im Unterklettgau.
Via Zürich, ...
Mellingen: Vereinsreise des Frauenturnvereins (FTV) führte dieses Jahr ins Schaffhauserland
Die Mellinger FTV-Frauen besammelten sich kurz vor 8 Uhr am Bahnhof Heitersberg für ihre Vereinsreise nach Osterfingen im Unterklettgau.
Via Zürich, Schaffhausen und Wilchingen-Hallau sollte es nach Osterfingen gehen. Der Lokführer wollte den Mellinger Turnerinnen wohl genügend Zeit für den Rheinfall geben und schlich sich Meter um Meter in den Bahnhof Schaffhausen. So ging die kurze Umsteigezeit flöten und der Zug ohne die Mellingerinnen los. Die Frauen gönnten sich also eine Kaffee-Gipfeli-Pause und die nächste Verbindung ins beschauliche Osterfingen.
Schöne Bauerngärten gesehen
Das Weinbauerndorf Osterfingen ist bekannt für seine schönen Schaffhauser Bauerngärten. Einige dieser Schmuckstücke wurden gar ins nationale Inventar «Historische Gärten und Anlagen der Schweiz» aufgenommen. Nach kurzem Bestaunen hiess es loszulaufen, denn der Berg respektive die Rebhänge warteten.
Der Weg führte durch die Reben aufwärts, vorbei am schön angelegten Rebenlehrpfad, der viele Informationen zu den verschiedenen Rebsorten gibt. Im Hang stach ein imposantes Gebäude in die Augen: Die Osterfinger Berg- oder Herrentrotte, die als Beispiel für die jahrhundertealte Weinbautradition im Kanton Schaffhausen gilt. Es folgte der erste steilere Aufstieg zur Nagelfluhhöhle Winterlislöchli, von wo man eine schöne Sicht ins benachbarte deutsche Klettgau hat. Der Name «Winterlislöchli» soll auf eine Hausiererin mit dem Namen «Winterlise» zurück gehen, die dort gehaust haben soll.
Der weitere Weg bescherte erst eine Baumüberwindung, bevor es gemächlicher aufwärts, teilweise dem Skulpturenweg folgend, dem Ziel entgegen ging. Mit angekündigter Verspätung wurde das Mittagsziel erreicht, das Gasthaus Rossberghof. Glücklich und hungrig konnten an der langen Tafel endlich der einheimische Rebensaft und die verdiente Stärkung genossen werden. Für die Rückkehr nach Osterfingen entschied sich eine kleine Gruppe für den kürzeren, leichteren Weg.
Letzten Teil des Grenzweges gelaufen
Die Sportlicheren folgten dem letzten Teil des Schaffhauser Grenzweges, der von Neuhausen am Rheinfall nach Osterfingen führt. Bald war er nur noch ein schmaler Pfad, der die Wanderinnen im Wald zur Ruine Randegg brachte, welche auf einem Felssporn des Rossbergs liegt und einen schönen Blick ins Klettgau bietet. Über Wurzeln und Steine ging es hinunter, bis sich der Wald lichtete und Bad Osterfingen in Sicht kam. Etwas später erspähte man auf der anderen Talseite ein markantes langes Gebäude, die Osterfinger Bergtrotte. Das Ziel war also nahe. An der Bushaltestelle warteten bereits die Leicht-Wanderinnen.
Auf der Rückreise bot sich erneut ein langer Blick auf den Rheinfall, da sich der Zug wieder «schneckenschnell» in den Bahnhof Schaffhausen schlich. Gemütlich gings nach Zürich, wo mit einem Spurt die drei Minuten später fahrende S-Bahn nach Mellingen erreicht wurde. So wurde die schöne Reise der FTV-Frauen sportlich abgeschlossen. (zVg)