«Slash» hat sich ein letztes Mal voll reingehängt

Di, 30. Jun. 2020

Sie rufen ihn einfach «Slash». Legende beim FC Mellingen. Seit 40 Jahren im Verein. Über 20 Jahre als Trainer. Letzten Samstag machte «Slash» sein letztes Spiel als Trainer der 2. Mannschaft.

Es war ein würdiger Abgang vor einer respektablen Kulisse. Im Grunde genommen ist Thomas Marxer mit seinen 46 Jahren noch längst nicht reif für die Insel. Er sieht es anders. «Nach über 20 Jahren als Trainer ist die Luft raus. Es braucht frischen Wind.»
Das Dankeschön von Vizepräsident Lukas Treichler und der lang anhaltende Applaus seines Teams sowie der Zuschauer sind für Marxer fast etwas zu viel. Er ist ein Teamplayer, keiner der sich ins Rampenlicht drängt. Als er seine ersten Gehversuche als sechsjähriger Knirps in Fussballschuhen machte, war der heutige Hauptplatz noch neu. In diesen Tagen wird er gerade rundumerneuert. Allein an dieser Tatsache wird deutlich, wie lange Marxer schon im Verein ist. Er trägt das Vereinswappen in seinem Herzen. Als Junior durchlief er sämtliche Alterstufen. Schon als A-Junior wurde er in die 1. Mannschaft befördert, mit der er erstmals in der Vereinsgeschichte in die 2. Liga aufstieg. Schon früh wandte er sich als Trainer dem Kinderfussball und der Jugendförderung zu. Mit Pascal Gröbli, dem langjährigen Kassier des Vereins, bildete er das «Duo Infernale», das gemeinsam so ziemlich alle Altersstufen trainiert hat. Als grössten Erfolg als Trainer bezeichnet Marxer den Aufstieg mit den A-Junioren in die «Coci League». Höher geht nicht. In den letzten drei Saisons hat er die 2. Mannschaft (4. Liga) übernommen. Mit Nico Müller hat er einen Aktiven, der von klein auf bis heute nie einen anderen Trainer als «Slash» gekannt hat. Den Kosenamen trägt Marxer, weil er als junger Trainer seine legendären Rastalocken gefärbt hatte. Seine Junioren befanden, er sehe aus wie «Slash», der Gitarrist der US-Rockband Guns n’ Roses.
Zum Abschiedsspiel kam die 2. Mannschaft des FC Fislisbach, gegen den «Slash» unzählige Derbys ausgetragen hat. Die Fislisbacher kamen mit ihrem Sportchef Christian Umbricht, der noch vor kurzem die Kapitänsbinde in der ersten Mannschaft getragen hatte und eine echte Verstärkung war. Das Spiel endete leistungsgerecht 2:2. Auch wenn «Slash» sagt: «Wenn wir unbedingt hätten gewinnen wollen, hätte ich anders spielen lassen.» In diesem Spiel aber gab er allen seinen Spielern Auslauf. Auf der Fislisbacher Bank sass nicht der designierte neue Trainer «Cibu» Giramonti, dessen Amtsantritt sich verzögert. Das Team wurde von Salvatore Madio gecoacht, der zuletzt Juniorentrainer in Klingnau war.

Beat Gomes

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