Beat Dünki, Präsident und Trainer des FC Othmarsingen in Personalunion, war auch ein Tag nach den irregulären Wasserspielen auf der Falkenmatt noch ausser sich.
Das war nicht nur verantwortungslos, es war uns gegenüber auch respektlos», nimmt Dünki kein Blatt ...
Beat Dünki, Präsident und Trainer des FC Othmarsingen in Personalunion, war auch ein Tag nach den irregulären Wasserspielen auf der Falkenmatt noch ausser sich.
Das war nicht nur verantwortungslos, es war uns gegenüber auch respektlos», nimmt Dünki kein Blatt vor den Mund. Selbst die Kölliker protestierten schon vor dem Spiel, dass auf diesem Platz kein reguläres Fussballspiel möglich sei. «Verbandspräsident Luigi Ponte hält dagegen. «Keiner der Trainer hat vor dem Spiel verlangt, es dürfe nicht gespielt werden.» Deshalb habe Schiedsrichter Immo Karabacak, sonst ein durchaus besonnener Zeitgenosse, das Spiel angepfiffen. Ein unglücklicher Entscheid, findet selbst Ponte. Denn jeder der 120 Zuschauer sah, was los war. Fussball kurios auf der «Wassermatt». Der Ball rollte nicht. Er blieb in den Pfützen stecken. Bei jedem Schritt spritzte das Wasser bis zu den Knien. Die Spieler fanden auf dem rutschigen Geläuf keinen Tritt. Fünf Foulpenalty sprechen eine deutliche Sprache. Es hätten auch sieben oder acht sein können. Luigi Ponte hatte schon kurz nach dem Spiel Kenntnis von den Wasserspielen in Othmarsingen. Schiedsrichter Karabacak hat mit Ponte telefoniert. Er habe den Platz eine Stunde vor Spielbeginn inspiziert und der sei spielbar gewesen. Das bestreitet auch Dünki nicht. Doch dann öffneten sich die Schleusen am Himmel vollends. Es goss wie aus Kübeln. Der Platz stand bei Spielbeginn unter Wasser. Spätestens nach drei Minuten, als ein Rückpass in der Platzhälfte der Othmarsinger steckenblieb, hätte Karabacak das Spiel abbrechen müssen. Der rauseilende Goalie Leandro Russo und der heransprintende Marku rauschten nach einer Rutschpartie mit Karacho ineinander. Ein Wunder, dass die beiden unverletzt wieder auf die Beine kamen. Dünki regt sich auch auf, weil dem FC Othmarsingen erhebliche Kosten erwachsen sind. Denn der Platz wurde in der Schlammschlacht förmlich umgepflügt. «Wir mussten eine Gartenbaufirma beauftragen, um den Platz wieder einigermassen herzurichten. Das kostet uns mindestens eintausend Franken. Wer bezahlt uns das»? fragt Dünki. «Der Verband sicher nicht.» Luigi Ponte bestätigt: «Der Verband hat in solchen Fällen noch nie bezahlt.» Er sagt aber auch: «Die Trainer beider Mannschaften hätten vor dem Spiel die Absage der Partie verlangen können. Dann hätte Karabacak nicht angepfiffen.»
Dumm gelaufen
Ponte kommt dem Verein dennoch etwas entgegen. «Wir haben sämtliche drei angesetzten Heimspiele unter der Woche auf der Falkenmatt verschoben, damit sich der Platz wieder erholen kann.» Ponte räumt abschliessend ein, nachdem er mit dem Schiedsrichter ausführlich gesprochen hat. «Im Nachhinein sind wir wohl alle etwas gescheiter. Dumm gelaufen, ist aber nicht mehr zu ändern. Das sieht auch der Schiedsrichter im Nachhinein so. Unter diesen Umständen hätte nicht gespielt werden dürfen.»
Beat Gomes