Hier hilft wohl nur noch eine «Chropfleerete»

Di, 15. Sep. 2020

Fussball 2. Liga: FC Othmarsingen fängt eine 1:10-Schlappe ein. FC Dünkis Truppe wurde in Suhr richtig vorgeführt.

Hätte Leandro Russo im Tor nicht so überragend gehalten, der FC Othmarsingen hätte wohl zwanzig Tore eingefangen. Aber auch so erlitt die Truppe von Beat Dünki und Michi Hermann beim 1:10 gegen den FC Suhr eine desaströse Schlappe.

Daniel Pfyl aus Mägenwil, Seniorenkicker beim FC Othmarsingen, brachte es nach dem Spiel ganz nüchtern auf den Punkt. «Es wäre falsch, aus einem solchen Spiel Schlüsse ziehen zu wollen.» In der Tat: Wer dermassen gedemütigt wurde, tut gut daran, die «Klappe» zu halten. Jedes Wort wäre eines zu viel. Zumindest aus den Mündern der Spieler, die diese Schlappe zu verantworten haben. Einzelkritik ist sinnlos. Denn praktisch alle, die auf dem Feld standen, spielten an diesem Abend einen «Grottenkick» zusammen.
Wenn schon keine sachliche Analyse des Gezeigten zulässig ist, so stellt sich doch die Frage: Wie kann eine Mannschaft, die zuletzt mit praktisch denselben Spielern in Gränichen ein 1:1 und zuletzt gegen Lenzburg zu Hause 2:2 gespielt hat, dermassen auseinanderfallen? Einzelne Spieler sagten nach dem Spiel, es habe schon beim Einlaufen begonnen. Dabei wird Kritik am Trainergespann laut. Seit Jahren würde das Einlaufen nach dem stets gleichen Muster absolviert. In Suhr am letzten Freitagabend sei aber plötzlich alles anders gewesen. Das habe die Konzentration aufs Spiel gestört. Ein anderer, der sonst zu den Leistungsträgern gehört, monierte, man müsse halt jene Spieler auflaufen lassen, die in der Lage seien, einen Ball zu halten und auch mal einen gescheiten Pass zu spielen. So wurde bemängelt, man hätte Kristjan Bushaj neben Gezim Zekiraj von Anfang an bringen müssen. Denn der könne einen Ball in der Spitze annehmen und auch weiterleiten. Das ist natürlich alles «Hafenkäse». An diesem Abend hätten die Trainer aufstellen können, was immer ihnen in den Sinn gekommen wäre.

Rehabilitation im Cup?
Diese Truppe hätte mit dieser desolaten mentalen Einstellung in jeder noch so gearteten Formation auf die «Kappe» bekommen. Was tun, nach einem solchen Debakel? Wie gesagt, am besten die «Klappe» halten und in den Spiegel schauen. Eine «Chropfleerete» wäre wohl nicht die schlechteste Lösung, um das Suhrer Debakel zu verarbeiten. Schon heute Abend um 20.15 Uhr haben die Othmarsinger die Möglichkeit zur Rehabilitation. Sie empfangen im 1/16-Final des Axpo Aargauer Cup den FC Fislisbach.

Beat Gomes

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