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«In Schweden ist alles etwas unkomplizierter …»

Fr, 29. Jan. 2021

Shari Uhlig aus Oberrohrdorf ist Leistungsträgerin bei den Reuss Ladys vom VBC Melingen. Sie studiert im schwedischen Linköping

Shari Uhlig spielt so ziemlich alle Ballsportarten. Die angehende Lehrerin gehört seit Jahren bei den Reuss Ladys vom VBC Mellingen zu den Besten. Zurzeit studiert sie in der schwedischen Stadt Linköping. Am kommenden Wochenende fährt sie nach Lappland, um sich erstmals im Hundeschlittenfahren zu üben.

Auf die Fotos können wir uns heute schon freuen. Shari Uhlig im hohen Norden Finnlands – in Lappland, das an Schweden angrenzt. Dick «eingemummelt» in eine Pelzjacke mit Kapuze auf einem Hundeschlitten. Das ist typisch für das 23-jährige Bewegungstalent. Stillsitzen ist nicht so ihr Ding. Bei Shari Uhlig muss immer etwas laufen. Als der weitgereiste Sportjournalist Giorgio Keller mit Sharis Vater Stephan – langjähriger Kreisschulpflegepräsident in Oberrohrdorf – vor einigen Jahren den FC Rohrdorferberg gründete, war Shari selbstverständlich mit von der Partie. Dabei hat sie keine Berührungsängste, um auch mit Männern zu kicken. Giorgio Keller attestiert ihr denn auch im Fussball beträchtliches Talent. Das ist auch beim Volleyball der Fall. Würde sie es wollen, sie könnte wohl ohne Weiteres höher spielen als in der 3. Liga Pro. Sie hat aber keine Ambitionen. Für Spitzensport bezeichnet sie sich selbst als etwas «faul». Sie kann sich nicht vorstellen, sich täglich für eine Sportart zu schinden. Ihr muss sportliche Betätigung in erster Linie Spass machen. Da kann es dann auch mal Landhockey, Beachvolleyball oder Gleitschirmfliegen sein. Das Zusammensein mit Mannschaftskolleginnen ist ihr aber wichtig. Bei aller Lockerheit wird bei ihr spätestens der Ehrgeiz wach, wenn ein Spiel beginnt. Dann schwingt sie sich ganz natürlich zur Leaderfigur auf. Sie kann Verteidigung genauso wie das Angriffsspiel. Obwohl sie nicht besonders grossgewachsen ist, sind ihre Hammer-Smashes in der Liga gefürchtet. Kaum eine, die eine solche Power hinter ihre Schläge bringt, wie sie. Dabei hat sie auch das Gefühl, für das richtige Timing. Sie kann ihre Schläge varieren wie kaum eine andere auf dieser Stufe.
Shari Uhlig hat vor einigen Jahren bereits einen Auslandaufenthalt in den USA absolviert. Die angehende Pädagogin, die Ende dieses Jahres das Lehrerpatent in der Tasche haben möchte, wollte noch ein Semester in Südafrika einlegen. Doch die Corona-Pandemie kam dazwischen.

In den Norden anstatt in den Süden
Deshalb entschied sie sich für Schweden. Dort hat sie sich an der Universität Linköping eingeschrieben. Im Rahmen eines «Teacherprogrammes» hat sie einige Lerntools ausgesucht. Allerdings ist auch in Schweden das Studieren an der Uni selbst nicht möglich. Der Unterricht findet zu Hause am Bildschirm statt. Die Schweizerin lebt in einer Wohngemeinschaft für Studenten mit acht anderen Studenten zusammen. Sportlich hat sie sich selbstverständlich ebenfalls ein Programm zurechtgelegt. Sie geht mehrmals in der Woche ins Fitnessstudio (die sind in Schweden nach wie vor geöffnet). Dazu spielt sie Badminton. Wie sie bei unserem Telefonat am letzten Sonntagabend erzählte, hat sie sich auch schon bei einem örtlichen Volleyballclub gemeldet. Doch die Amateure dürfen im Moment, wie in der Schweiz auch, nicht in die Halle. Dennoch bezeichnet sie das Leben während der Pandemiezeit als wesentlich «unkomplizierter» als in der Schweiz.

Kein Rennen mit Hundeschlitten
Sie freut sich bereits auf das kommende Wochenende. Uhlig hat nämlich mit Freunden einen Tripp in den hohen Norden geplant. Dort will sie ihre Talente im Hundeschlittenfahren ausloten. «Aber keine Angst, wir werden keine Rennen fahren», sagt sie und verspricht, Fotos von ihrem neuesten Abenteuer an die «Reussbote»-Sportredaktion zu schicken. Uhlig hofft darauf, wenn sie zurück in der Schweiz ist, mit ihren Kolleginnen von den Reuss Ladys endlich wieder Volleyball spielen zu können.

Beat Gomes

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