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Die Sorgen von AFV-Präsident Luigi Ponte

Fr, 02. Apr. 2021

Was wird der Bundesrat nach Ostern entscheiden? Muss die Meisterschaft abgebrochen werden? Wer steigt auf und wer ab?

Was immer der Bundesrat nach Ostern entscheidet … Beim Aargauischen Fussballverband sind sie auf alle möglichen Szenarien vorbereitet. Die Notfallpläne sind geschrieben. «Wir können nur noch auf den Knopf drücken und loslassen, wenn der Bundesrat uns lässt», sagt AFV-Präsident Luigi Ponte.

Erst gönnt sich Luigi Ponte einige erholsame Ostertage. Die hat er sich verdient. Denn die Anspannung in den letzten Wochen und Monaten waren für den Präsidenten des Aargauischen Fussballverbandes und seine Mitarbeitenden kein Zuckerschlecken. Sie schwankten stets zwischen Hoffnung und Enttäuschung. Und sie planten wiederholt für nichts. Schliesslich wurde die Fussballmeisterschaft wenigstens für die Junioren bis 20 Jahre, freigegeben. Auch das stellte den Verband vor nicht zu unterschätzende Herausforderungen.
«Unsere Mitarbeitenden haben aber einen grossartigen Job gemacht», sagt Ponte. Im Homeoffice hätten sie Planungsszenarien auf Vorrat entwickelt, bei denen alle möglichen Eventualitäten miteingerechnet worden seien. Ponte: «Es war für alle eine sehr herausfordernde Zeit, für uns, aber auch für die Vereine.»

Wie auf glühenden Kohlen
Das dicke Ende aber kommt erst noch. Was wird der Bundesrat nach Ostern entscheiden? Gibt es weitere Öffnungsschritte? Wird Mannschaftssport mit Körperkontakt wieder möglich sein? Oder werden die Hoffnungen ein weiteres Mal geknickt?
Für Ponte ist es, als würde er auf glühenden Kohlen sitzen Er, der mit den Vereinen in stetem Austausch steht, kann nichts anderes sagen als – «abwarten und Tee trinken». Abwarten bis der Bundesrat die Richtung vorgibt. Ponte hofft, dass nach Ostern wieder reguläres Mannschaftstraining für die Aktiven möglich sein wird. Dann könnte die Meisterschaft in den verschiedenen Ligen regulär zu Ende gespielt werden. In einem solchen Fall würde der Meisterschaftsbetrieb am 30. April wieder aufgenommen werden. Gespielt würde dann bis in die erste Juli-Woche hinein. In dieser Zeit würde auf die 2.-Liga-Teams ein äusserst nahrhaftes Programm warten. Denn die Vorrunde ist noch nicht fertig gespielt. Bis auf den FC Gränichen, welcher nur noch ein Spiel aus der Vorrunde ausstehend hat, müssen alle anderen mindestens noch zwei Nachtragspartien spielen. Der FC Lenzburg und der FC Niederwil sind sogar mit drei Spielen im Rückstand. Der FC Niederwil, der nach Verlustpunkten auf dem zweiten Tabellenplatz überwintert hat, muss noch gegen Lenzburg, Suhr und Wettingen nachholen. Der FC Fislisbach muss noch die Vorrundenpartien in Othmarsingen und zu Hause gegen Oftringen spielen.

Othmarsingen würde es erwischen
Und Othmarsingen spielt neben dem Derby gegen Fislisbach zu Hause noch auswärts gegen Tabellenführer Mutschellen. Bei den Vereinen in Othmarsingen, Lenzburg, Rothrist und Gontenschwil ist die Spannung besonders hoch. Denn die vier Vereine liegen nach der Vorrunde unter dem Strich, der den Abstieg bedeuten würde. Sollte der Bundesrat dem Fussball kein grünes Licht zur Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings erteilen, könnte es die gennanten vier Vereine erwischen. Für Lenzburg und Rothrist wäre das besonders bitter. Denn diese beiden Teams zählten zu Beginn der Meisterschaft noch zu den meistgenannten Aufstiegsfavoriten. Sollte das Mannschaftstraining nochmals um drei bis vier Wochen hinausgeschoben werden, bleibt dem Verband kaum eine andere Möglichkeit, als die Meisterschaft, wie schon im Vorjahr, abzubrechen. Allerdings könnte es im Gegensatz zum Vorjahr dazu kommen, dass die wenigen noch ausstehenden Spiele aus der abgebrochenen Vorrunde noch im Juni nachgeholt werden, wenn doch noch eine späte Öffnung erfolgen sollte. Das würde bedeuten: Die Meisterschaft wird nach Abschluss aller Spiele der Vorrunde entschieden. In der 2. Liga würde das wohl den sicheren Abstieg für den FC Othmarsingen bedeuten. Denn die Bünztaler liegen bei zwei ausstehenden Runden vier Zähler hinter dem rettenden Strich und dürfen kaum damit rechnen beim starken Tabellenführer Mutschellen zu punkten.
FC Othmarsingen-Präsident Beat Dünki ist bewusst, in welch heikler Lage sich sein Verein befindet. Dabei legt er aber einen erstaunlichen Fatalismus an den Tag. «Wenn es dann so sein sollte, dann ist es eben so. Wir können daran ohnehin nichts ändern. Dann starten wir halt in der nächsten Saison in der 3. Liga und greifen von dort aus neu an.» Beim FC Fislisbach und beim FC Niederwil ist die Lage deutlich entspannter. Beide Vereine haben eine gute Vorrunde gespielt und befinden sich bei einem Abbruch der Meisterschaft auf der sicheren Hälfte der Tabelle.

Beat Gomes

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