Was auf und neben den Fussballplätzen im «Reussbote»-Revier läuft
Die Fussballsaison ist vorbei. Mit Hängen und Würgen konnte die Schrumpf-Meisterschaft beendet werden. Wie immer nach einer Saison gibt es Auf-, Um- und Absteiger.
Sozusagen zu den ...
Was auf und neben den Fussballplätzen im «Reussbote»-Revier läuft
Die Fussballsaison ist vorbei. Mit Hängen und Würgen konnte die Schrumpf-Meisterschaft beendet werden. Wie immer nach einer Saison gibt es Auf-, Um- und Absteiger.
Sozusagen zu den doppelten Aufsteigern zählt der Tägeriger Dachdecker Paul Egli. Ein kräftiger Mann, der zu seinen Aktivzeiten die Strafräume in der Region unsicher machte. Er war der Typ Strafraumungeheuer, ähnlich wie weiland Gerd Müller. Kurze Beine, dafür extrem muskulös. Schnell auf den ersten drei Metern, aber dann auch schnell müde. Noch heute ist Paul Egli an jedem Spiel des FC Tägerig zu sehen. Auch letzten Samstag beim Spitzenspiel gegen Mutschellen in Widen, das die Tägliger glatt mit 2:0 gewannen. Egli stieg aufs Velo und fuhr von Tägerig nach Widen. Elektrisch unterstützt. «Sonst wäre ich ja nicht den Berg hochgekommen», räumt Egli freimütig ein.
Die Familie Egli war auch sonst stark präsent. Auf dem Platz sorgte Severin mit seiner Routine für den Takt. «Er spielt so gut wie noch nie», behauptet Vater Paul, der an diesem heissen Sommerabend viel beschäftigt war. Denn neben dem Sohn auf dem Platz, war auch die Schwiegertochter mit ihren beiden Mädchen da. Mit Fussball haben die zwar nicht so viel am Hut. Sie wussten sich aber zu beschäftigen. Während Papa Severin unten auf dem Rasen dem Ball nachjagte, spielten die Kinder mit ihrer Mutter im Schatten der Tribüne auf einer säuberlich ausgebreiteten Decke ihr eigenes Ding.
Toni Jurt, ein eingefleischter Fan des FC Luzern und des FC Tägerig, hat eine glückliche Saison hinter sich. Erst wurde der FC Luzern Cupsieger. Die Frauen des FCL taten es den Männern gleich. Und jetzt ist auch noch der FC Tägerig aufgestiegen. So konnte Toni Jurt das letzte Spiel gegen Mutschellen völlig entspannt geniessen.
Der FC Othmarsingen ist in die 3. Liga abgestiegen. Beim letzten Spiel in Mutschellen, das torlos endete, war auf der Tribüne ein illustres Trio zu sehen. Martin Huber, der bekanntlich für den Gemeindeammann in Mellingen kandidiert, neben seinem Mentor Daniel Pfyl, alt Gemeindeammann von Mägenwil sowie der Mellinger Unternehmer und Präsident des FC Othmarsingen, Beat Dünki. Huber gab bei der Gelegenheit seinen Transfer von den 50+ Senioren des FC Othmarsingen zum FC Mellingen bekannt. Ein taktischer Übertritt. Denn als Othmarsinger Kicker, hätte er bei der Wahl unter den Mellinger Fussballern eher schlechte Karten. Martin Huber hat übrgens schon früher während rund 20 Jahren beim FC Mellingen gespielt.
Andreas Habegger hängt seine Fussballschuhe als 2.-Liga-Kicker beim FC Niederwil an den Nagel. Der pfeilschnelle Stürmer war nach seiner Rückkehr vom FC Lenzburg einer der Eckpfeiler der äusserst erfolgreichen Saison (Rang 4). Der Vater zweier Buben will sich fortan vermehrt seiner jungen Familie widmen. Machs gut, «Habi»!