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«Tormonster» rettet FC Othmarsingen

Di, 12. Okt. 2021

Fussball 3. Liga: Im Derby gegen den FC Lenzburg schiesst Patrick Strebel (34) für Othmarsingen zwei Tore

Er ist Gartenbauer, Triathlet, Ironman, Frontman bei der Streetparade, Feierbiest und Konditrainer. Neuerdings ist er auch noch ein «Tormonster». Seniorenkicker Patrick Strebel rettete den FC Othmarsingen im Derby gegen Lenzburg mit zwei Toren einen Punkt.

Nicht mal die Trainer waren da. Als Reto Setz und Ivano Racis ihre Herbstferien planten, konnten sie nicht ahnen, dass sie im Oktober Trainer des FC Othmarsingen sein würden. Also musste wieder einmal Beat Dünki, die vereinsinterne Multitasklösung auf die Trainerbank. Und der liess sich wegen der Personalnot etwas einfallen. Dünki reaktivierte seinen ehemaligen Konditionstrainer, der gelegentlich bei den Senioren als Aussenläufer mittut. «Das ist ein Kämpfer», sagt Dünki über Strebel. ‹Tschutten› kann er nicht so gut, aber er rennt 90 Minuten lang die Linie rauf und runter. Der hat mehr ‹Pfuus› als jeder andere Spieler.» Kunststück. Strebel trainiert hobbymässig intensiv Triathlon. Beim Powerman Zofingen brauchte er über 10 km Laufen, 150 km Radfahren und nochmals 30 km Laufen knapp acht Stunden und klassierte sich unter allen Teilnehmern im hervorragenden 20. Rang. Eine famose Leistung. Und wenn er nicht gerade trainiert oder arbeitet, ist Strebel garantiert irgendwo an einem Oktoberfest anzutreffen. Denn gute Laune hat der Gartenbauer aus Mägenwil immer. Legendär sind seine Auftritte auf dem Lovemobil an der Streetparade in Zürich. Nun hat Strebel beim FC Othmarsingen auch in einer anderen Disziplin Legendenstatus erlangt. Er ist letzten Freitag, im 3.-Liga-Derby gegen Lenzburg, als Notnagel zum Tormonster geworden. Othmarsingen lag in der ersten Halbzeit 0:3 zurück.
Nue Dushaj würgte irgendwie noch vor der Pause einen Ball zum 1:3-Anschlusstreffer rein. Dünki griff zum letzten Strohhalm. Er wechselte zur Pause gleich die ganze Verteidigerkette aus. Aber richten musste es Patrick Strebel, die Frohnatur. Gartenbauer Strebel topfte gleich zweimal ein. Wie er das gemacht hat? Dünki: «Keine Ahnung. Er hat sie mit seinem unbändigen Einsatz einfach irgendwie über die Linie gedrückt.» Wen kümmerts? Strebel am allerwenigsten. Der liess sich für das 3:3 feiern wie Cristiano Ronaldo, auf den Knien rutschend an der Seitenlinie. Beim Feiern macht Strebel sowieso keiner etwas vor.

Beat Gomes

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