Das Ziel ist ein Platz im gesicherten Mittelfeld
16.11.2021 Sport, FussballDie Vorrunde ist vorbei. Zeit für eine Bilanz und einen Ausblick auf die Rückrunde. Heute: Der FC Fislisbach (10. Platz in der 2. Liga)
Die Vorrunde im Regionalfussball ist gespielt. Wie zufrieden sind die Vereine im «Reussbote»-Revier? Was planen sie für die ...
Die Vorrunde ist vorbei. Zeit für eine Bilanz und einen Ausblick auf die Rückrunde. Heute: Der FC Fislisbach (10. Platz in der 2. Liga)
Die Vorrunde im Regionalfussball ist gespielt. Wie zufrieden sind die Vereine im «Reussbote»-Revier? Was planen sie für die Rückrunde? Der «Reussbote» befragte die Verantwortlichen der regionalen 2.- und 3.-Ligisten.
Es war keine einfache Hinrunde für den FC Fislisbach. Viele Verletzte beeinträchtigten den Spielbetrieb, was sich oft in mässigen Resultaten niederschlug. Dennoch zeigt sich Trainerin Ramona Armuzzi im Gespräch mit dem «Reussbote» zuversichtlich, was den Ligaerhalt betrifft.
◆ Wie sieht Ihr Fazit nach der Vorrunde aus?
Ramona Armuzzi: Wir sind gut in die Saison gestartet, hatten danach aber schnell einige Verletzte zu beklagen, die unserem Spiel fehlten. Es gab auch viele Partien, die eng waren und die wir für uns hätten entscheiden müssen. Die vielen Verletzungen haben der Qualität im Training nicht gutgetan. Wegen der vielen Spiele dosierten wir das Training, damit die Belastung nicht zu gross wurde. Da stand auch einmal ein Besuch im Thermalbad auf dem Trainingsprogramm.
◆ Haben Sie mit dem FCF die sportlichen Ziele erreicht?
Die Situation ist so, wie sie ist. Wir müssen nichts schönreden, aber auch keine Krise herbeireden. Wir sind vom Tabellenplatz vielleicht nicht ganz dort, wo wir sein wollen, dennoch sind wir nicht auf einem Abstiegsplatz, was in dieser Saison mit fünf Absteigern ja am wichtigsten ist. Wir wissen um die Gründe – vor allem die vielen Verletzten – warum wir in einigen Spielen Mühe bekundeten. Dennoch war das Mannschaftsgefüge über die gesamte Vorrunde hinweg intakt, was mir persönlich sehr wichtig ist.
◆ Was war das Erfreulichste/Schwierigste in der Vorrunde?
Der Mannschaft habe ich gesagt: Man lernt sich erst in der Krise richtig gut kennen. Wir haben schon ein paar Tiefen zusammen durchgestanden. Das zeigt, dass der Zusammenhalt – auch im Trainerteam oder mit dem Sportchef – funktioniert und da ist. Das freut mich eigentlich am meisten.
◆ Wie beurteilen Sie Ihre eigene Arbeit als Cheftrainerin?
Ich reflektiere meine Arbeit regelmässig, das ist klar. Aber ich bin auch angewiesen auf das Feedback anderer und dieses ist, so glaube ich, recht positiv. Ich bin noch nicht so selbstsicher, dass ich jetzt daherkomme und allen sage, wo und wie der Hase läuft. Immerhin ist es noch immer meine erste Cheftrainer-Station und da muss ich meine Erfahrungen weiterhin sammeln. Für viele ist es immer noch nicht selbstverständlich, als Frau in der Verantwortung zu stehen. Ich hatte hier in Fislisbach das Glück, dass man mich bereits kennt und weiss, wie ich arbeite. Die Mannschaft hört auf mich und das ist das Wichtigste.
◆ Was muss in der Rückrunde besser werden bzw. kann so bleiben?
Es bleibt wichtig, den Aufwand zwischen Hobby und Arbeit weiterhin gut verbinden zu können. Wenn wir viele Trainings komplett absolvieren können und wenig Verletzte haben, bin ich zuversichtlich weitere Fortschritte machen zu können.
◆ Welcher Rückrundenverlauf würde Sie glücklich machen?
Ein guter Start in die Rückrunde würde uns Schwung verleihen. Am Ende geht es primär darum, im gesicherten Mittelfeld zu landen. Das ist auch die Zielsetzung der Mannschaft. Dieses Ziel zu erreichen würde uns sehr zufriedenstellen.
◆ Welche Erwartung haben Sie an den Verein bezüglich Umfeld und neue Spieler?
Unsere grösste Sorge bleibt die Infrastruktur. Es wäre schön auf einem Kunstrasenplatz trainieren zu können, doch das kommt nicht von heute auf morgen. Zu möglichen Verstärkungen vertraue ich unserem Sportchef Christian Umbricht. Er weiss am besten, was an personeller Front noch möglich ist. Gegen ein, zwei Verstärkungen würde ich mich natürlich am Ende nicht wehren.
◆ Ihre persönlichen Wünsche für das Jahr 2022?
Mein persönlicher Wunsch hat mit Fussball nichts zu tun. Ich wünsche mir, dass es am Ende des alten Jahres allen gesundheitlich gut geht und alle glücklich ins neue Jahr kommen.
Adrian Köchli





