Fantastischer Endspurt der beiden NL-Teams
21.12.2021 SportBadminton: Das Nationalliga A-Team von Argovia steht nach der Vorrunde auf Rang 3, das Nationalliga B-Team auf Rang 6
Die erste Mannschaft vom Team Argovia belegt zum Abschluss der Hinrunde in der Nationalliga A den dritten Tabellenplatz hinter dem BC Uzwil und punktgleich mit dem ...
Badminton: Das Nationalliga A-Team von Argovia steht nach der Vorrunde auf Rang 3, das Nationalliga B-Team auf Rang 6
Die erste Mannschaft vom Team Argovia belegt zum Abschluss der Hinrunde in der Nationalliga A den dritten Tabellenplatz hinter dem BC Uzwil und punktgleich mit dem Tabellenzweiten, der Union Tafers-Fribourg. Das zweite Team konnte sich in der Nationalliga B auf den sechsten Tabellenrang vorkämpfen.
Nach den beiden Siegen in der 5. und 6. Runde liess es das NLA-Team noch einmal krachen: Mit 7:1 wurde in der letzten Doppelspielrunde Badminton Lausanne Association auswärts regelrecht überrollt und tags darauf zu Hause der BC Zürich nach hartem Kampf mit 5:3 besiegt. Für das NLB-Team hoffte man gegen das starke Team aus Zug auf ein Unentschieden, vielleicht liebäugelte man zuvor auch mit einem knappen Sieg. Dass es dann aber mit 7:1 einen deutlichen Sieg gab, hatte niemand zu träumen gewagt.
Team Argovia setzt auf den eigenen Nachwuchs
Pandemiebedingt gab es in der vorangegangenen Saison keine Absteiger. Daher steigen nach dem Abschluss der laufenden Saison von den jetzt neun Teams in der NLA zwei Mannschaften ab; entsprechend hoch ist der Druck auf die Teams. Als Antwort darauf sind aktuell über 50 ausländische Top-Spieler engagiert und die Liga ist so stark wie noch nie. Bei den meisten Vereinen «müssen diese» die Punkte holen und die Schweizer Akteure «spielen mit». Anders beim Team Argovia, das auf den eigenen Nachwuchs setzt und zur Ergänzung lediglich zwei Spieler aus dem nahen deutschsprachigen Ausland verpflichtet hat. Grosse Hoffnungen ruhen dabei auf den beiden Nationalspielern Ronja Stern (BC Fislisbach) und Tobias Künzi (BC Gebenstorf), die beide das Badminton-Spielen von klein auf in der Region erlernt haben. Umso erfreulicher ist, dass die Strategie der Argovianer bisher voll aufgegangen ist. Es hätte auch noch besser ausgehen können, da Tobias Künzi verletzungsbedingt ausgerechnet gegen den Tabellenzweiten ausfiel. Bei Ronja Stern zeigt sich, dass sie nach ihrer langen Verletzung wieder voll zurück ist; sie verlor lediglich ein Damen-Einzel in der gesamten bisherigen Saison. Während man sehr zufrieden auf die Hinrunde zurückblickt, macht man sich umso mehr Sorgen für die Rückrunde, da Yann Orteu wegen einer Hüftoperation komplett ausfällt und die Spielerdecke bereits sehr «dünn» ist. Da wird sicherlich der eine oder andere Spieler aus der zweiten Mannschaft in der NLA seinen Einsatz geben dürfen / müssen.
Der Motor stotterte am Anfang
Für die NLB-Mannschaft läuft es gegen Ende der ersten Saisonhälfte endlich besser und die Mannschaft konnte sich mit zwei Siegen in den letzten beiden Begegnungen auf den sechsten Tabellenplatz vorarbeiten. In diesem Team spielen fast ausschliesslich (Nachwuchs-)Spieler aus der Region, die in einem der drei Trägervereine der Spielvereinigung Team Argovia gross geworden sind.
Die letzten beiden Jahre sind aber – wie auch in anderen Sportarten – nicht spurlos am Team vorbeigegangen, und es wird eng, wenn der eine oder die andere ausfällt. So konnte der Ausfall von Yanis Aurilio (Militärdienst) zu Beginn der Saison nicht durch gleich starke Ersatzspieler kompensiert werden. Bei den Damen ist zum Glück Lea Müller (BC Gebenstorf) eingesprungen, sie hat aufgrund des Damenmangels nach ihrem Rücktritt vom Leistungssport (sie spielte viele Jahre in der NLA) noch ein Jahr angehängt.
Bleibt zu hoffen, dass sich kein weiterer Spieler im Team in der Rückrunde noch ernsthaft verletzt und länger ausfällt. Dann sollte für das NLB-Team der Klassenerhalt gut möglich sein und beim NLA-Team liebäugelt man schon ein wenig mit den Playoff- Spielen. (zVg)
Team Argovia
Das Team Argovia ist eine Spielvereinigung der drei lokalen Badmintonvereine aus Fislisbach, Mutschellen und Gebenstorf. Ziel ist es, den guten Nachwuchsspielern die Möglichkeit zu geben, auch in den höchsten Ligen im Badminton zu spielen. Die Spielvereinigung ist derzeit in der 1. Liga, der NLB und der NLA mit je einer Mannschaft vertreten. Bereits zweimal gewann es die Schweizer-Mannschaftsmeisterschaften (2012/13 und 2016/17) und erreicht häufig die Playoffs.



