Das 12. Plausch-Töfflirennen der «Füürwehr»-Oldies wurde zur Schlammschlacht. Das Spektakel verfolgten hunderte von Zuschauern
Wenn Motoren knattern, und Zweitakter-Benzin-Duft in der Luft liegt, ist das Plausch-Töfflirennen im Gange. 52 Fahrerinnen und Fahrer ...
Das 12. Plausch-Töfflirennen der «Füürwehr»-Oldies wurde zur Schlammschlacht. Das Spektakel verfolgten hunderte von Zuschauern
Wenn Motoren knattern, und Zweitakter-Benzin-Duft in der Luft liegt, ist das Plausch-Töfflirennen im Gange. 52 Fahrerinnen und Fahrer waren am Start. Petrus sorgte für weitere Herausforderungen.
Trotz einsetzendem Regen pilgerten hunderte von Zuschauern nach Nesselnbach. Sie wollten sich das Spektakel nicht entgehen lassen. Und sie bekamen heuer einiges geboten. Die Töffli-Rennstrecke verwandelte sich bereits nach den ersten Rennen in eine Schlammpiste. Gut wenn das Töffli zu den modifizierten (frisierten) Töffli gehörte und Stollenpneus aufgezogen waren. Während bei der Kategorie Original alte Füchse vor allem auf Taktik setzten – es wurde mit den fast profillosen Pneus auf dem Wiesenstreifen gefahren – war bei den «Modifizierten» gute Ausrüstung angesagt. Vergaser waren unter dem Sattel montiert, damit kein Schlamm angesaugt wurde. Zusätzlich sorgten Stollenpneus, Fahrkönnen und die nötigen PS dafür, dass in dieser Kategorie fast mühelos durch den Schlamm geprescht werden konnte. Zum Schluss sahen aber alle Fahrer gleich aus. Sie waren gespickt mit Morast. Zwischen den Läufen wurden die Ketten gesäubert und Vergaser von Schmutz befreit. Auch die Pneus wurden gewaschen, um mehr Grip zu erhalten. Vergnügen bereitete den Zuschauern das «Sie und Er»-Rennen, hier zählt die Verkleidung und nicht das Geschlecht. Forfait mussten die Brüder Daniel und Patrick Seiler aus Nesselnbach wegen eines Defekts geben. Für besondere Spannung sorgte das Seitenwagenrennen. Hier waren drei von vier Teams aus der Region. In den Vorläufen lieferten sich das Gespann Alex Füglistaller und Adrian Friedli mit den Niederwilern Adi Vock und Richi Gauch packende Duelle. Die Wohlenschwiler bekundeten zwischendurch Probleme mit dem Vergaser und fielen zwischenzeitlich auf den letzten Rang zurück. Dann kam eine wilde Aufholjagd. Platz um Platz wurde gutgemacht. Der Sieg folgte. Bei den Final-Rennen hatte Petrus ein Einsehen und schloss die Schleusen. Das kam auch den Seitenwagen-Teams zugute. Das selbstgebaute Gefährt von Martin und Manuel (11) Jost fuhr auf den zweiten Platz vor. Die lachende Gewinnerin war aber die pinke Rennsau. Die Zuschauer feierten nach den Siegerehrungen weiter. Statt Bier war wegen des nasskalten Wetters der Kafi Luz der Renner.
Debora Gattlen