Bereits zum zweiten Mal wurde der Automat der «Chäshütte» von denselben Jugendlichen beschädigt
Es ist nicht das erste Mal, dass der Automat vor der Chäshütte beschädigt wurde. An Silvester zündeten unbekannte Täter Raketen und ...
Bereits zum zweiten Mal wurde der Automat der «Chäshütte» von denselben Jugendlichen beschädigt
Es ist nicht das erste Mal, dass der Automat vor der Chäshütte beschädigt wurde. An Silvester zündeten unbekannte Täter Raketen und zerstörten die Elektronik. Schaden: mehrere Tausend Franken. Dieselben Jugendlichen schlugen kürzlich wieder zu – und wurden auf Kamera gebannt.
Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen war der Verkaufsautomat vor der «Chäshütte» in Fislisbach Ziel von Vandalen. An Silvester hätten die jugendlichen Täter eine Rakete in den Automaten geschossen, berichtet Inhaberin Nicole Schär. Danach funktionierte die Elektronik nicht mehr und musste ausgetauscht werden. Die Rechnung habe sie zwar noch nicht erhalten, aber sie gehe von Kosten in Höhe von rund 4000 Franken aus, so Schär. Am Samstag, 21. Januar gegen 22 Uhr traf es den Automaten erneut: Die Videoaufnahmen der Überwachungskamera, die Schär auf Facebook teilt, zeigen zwei mit Schals und Kapuzenpullis vermummte Jugendliche, die sich zunächst ein Bier aufmachen und das Gerät dann mit Schlägen und Fusstritten malträtieren. «Da hat es mir den Deckel ‹gelüpft›», sagt Schär. Zumal beim zweiten Anschlag offensichtlich wieder dieselben etwa 17- bis 18-jährigen Täter am Werk waren, wie an Silvester. Das habe sie unter anderem an der markanten Jacke einer der Vandalen erkannt. «Wieso macht man das, aus Langeweile?», fragt sich die Inhaberin verständnislos.
Videoaufnahme als Beweis
Zwar funktioniert der Automat diesmal noch, aber die Scheibe wurde eingedrückt und das Innenleben beschädigt. Nachdem sie beim ersten Akt von Vandalismus noch nichts unternommen hatte, war das Mass für Nicole Schär dennoch voll. Sie zeigte die Täter wegen Sachbeschädigung bei der Kantonspolizei Baden an. Bereits früher habe es immer mal wieder Sachbeschädigungen am Automaten gegeben, erzählt sie. Ein Polizist habe ihr daraufhin beim letzten Vorfall vor einem Jahr geraten, eine gut auflösende Videokamera zu installieren, um Beweise zu sichern: «Fotos allein reichen nicht. Der Akt der Gewalt muss deutlich erkennbar sein», weiss Schär. Und das ist im Fall der beiden Täter der Fall. «Jetzt sind wir auf der Suche nach den Fröschen», sagt Schär mit etwas Galgenhumor. Sie ist zuversichtlich, dass die Täter diesmal ermittelt werden können. Das Echo auf ihren Zeugenaufruf sei gross gewesen: «Die Reaktionen in den Sozialen Medien waren enorm, die Leute sind empört», berichtet Schär. Ihr Aufruf wurde bereits 50-mal auf Facebook geteilt. Sie habe auch schon einige Hinweise auf die Täter, die vermutlich aus Fislisbach stammen, bekommen. Alles Weitere sei Sache der Kantonspolizei, sagt Schär. Diese nimmt auch weiterhin Hinweise auf die möglichen Täter entgegen.
Michael Lux