Motorsport: Schweizer Meisterschaft mit dem Mellinger Pitbike-Team geht in die entscheidende Phase
Dennis Fischer vom Mellinger Pitbike-Team von Martin Wernli liegt in der Schweizer Meisterschaft auf dem 2. Rang. Nun folgt im September die heisse Phase mit gleich drei Rennen und sechs ...
Motorsport: Schweizer Meisterschaft mit dem Mellinger Pitbike-Team geht in die entscheidende Phase
Dennis Fischer vom Mellinger Pitbike-Team von Martin Wernli liegt in der Schweizer Meisterschaft auf dem 2. Rang. Nun folgt im September die heisse Phase mit gleich drei Rennen und sechs Läufen. Am kommenden Wochenende bläst Fischer in Koppigen zum Grossangriff auf die Spitze.
Neben einem Sieg hat Fischer gleich reihenweise zweite Plätze eingefahren. Erstaunlich: Denn noch immer brettert der 40-jährige Haudegen mit mehreren Schrauben und Platten in der Schulter über die Rennstrecken. Entsprechend muss er auf schwierigen Pisten auf die Zähne beissen. Wie zuletzt in Altstätten (SG). «Da bin ich an mein Limit gekommen», sagt der selbstständige Bauhandwerker. «Die Strecke war mit zwei mächtigen Sprüngen brutal hart. Denn bei der Landung bin ich jeweils beinahe im Morast stecken geblieben.» Dennoch schaffte es Fischer zweimal aufs Podest. Doch das reicht ihm nicht. Er will zuoberst aufs Treppchen. Doch dort steht mit dem Innerschweizer Michael Burch, ein ehemaliger Motocrossfahrer, fast immer der gleiche. Allerdings ist der Abstand seit Beginn der Meisterschaft nicht mehr so gross, wie auch schon. Dank hartem Training und verbessertem Setting bei der Einstellung der Maschine ist es dem Mellinger Team gelungen, die Performance deutlich zu steigern.
Ohne Bremsen aufs Podest
Allerdings muss Martin Wernli zugeben, dass der grosse Rivale an der Spitze in dieser Saison nur schwer einzuholen sein wird. «Wir haben zwar nach Altstätten, wo Dennis am Ende ohne funktionierende Bremsen noch auf Platz zwei fuhr, einige neue Komponenten eingebaut.» Wernli schaut bereits auf die nächste Saison. Dann will er mit seinem Fahrer eine gehörige Schippe drauflegen. Deshalb hat er eine neue Maschine aus Italien geordert, mit der Fischer ganz nach vorne fahren soll.
Fischer lässt Konkurrenten staunen
Fahrerisch, das attestieren ihm selbst seine Konkurrenten, holt Fischer mit dem ihm zur Verfügung stehenden Material erstaunlich viel heraus. Kunststück: Der gebürtige Sachse aus dem Osten Deutschlands, fuhr in jungen Jahren im Motocross um die deutsche Meisterschaft, ehe er aus beruflichen Gründen in die Schweiz kam.
In Koppigen werden am kommenden Wochenende gleich vier Läufe ausgetragen. Zwei am Samstag und zwei am Sonntag. Das Mellinger Pitbike-Team plant deshalb, ein Wohnmobil anzumieten, damit Fahrer und Helfer gleich auf dem Rennplatz bleiben und übernachten können.
In Koppigen gibts 100 Punkte
In Koppigen sind 100 Siegpunkte zu vergeben, 25 für jeden Lauf. Dennis Fischer liegt vor Koppigen mit 20 Zählern hinter Leader Michael Burch.
Für Fischer ist klar: «Ich werde alles geben.» Aber er zweifelt, ob er mit dem ihm zur Verfügung stehenden Material um den Sieg mitfahren kann.
Beat Gomes