3. Liga: Mellingen erleidet eine schmerzhafte Niederlage gegen Küttigen im letzten Spiel vor der Pause
Der FC Mellingen ringt nach Luft. Im Spiel gegen Küttigen musste er eine schmerzhafte 2:7-Niederlage hinnehmen. Doch das Problem lag nicht nur bei der Leistung.
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3. Liga: Mellingen erleidet eine schmerzhafte Niederlage gegen Küttigen im letzten Spiel vor der Pause
Der FC Mellingen ringt nach Luft. Im Spiel gegen Küttigen musste er eine schmerzhafte 2:7-Niederlage hinnehmen. Doch das Problem lag nicht nur bei der Leistung.
ährend sich noch einige Zuschauer etwas Verpflegung in der Clubbeiz des FC Küttigen holten, zappelte der Ball bereits in der zweiten Minute im Netz. Der FC Mellingen konnte einen Vorstoss der Küttiger nicht verhindern und lag 0:1 zurück. Bei strömendem Regen kam Mellingen allmählich ins Spiel und gewöhnte sich an den Kunstrasen. Dies führte zu mehr Spielanteilen und dem Ausgleichstreffer. Manuel Gerwer hob den Ball über den Torhüter, nach einem herrlichen Zuspiel von Pascal Gisi. Doch auch der Ausgleich hielt nicht lange. Mit einem platzierten Weitschuss gelang Küttigen erneut die Führung. Prompt folgte wieder die Antwort der Löwen, als Verteidiger Bruno Moraes den Ball wuchtig zum 2:2-Pausenstand einköpfte. Bis dahin war es ein ziemlich ausgeglichenes Spiel mit harten Fouls und Zweikämpfen. Nach der Halbzeit kam der FC Mellingen besser in die Partie und dominierte das Spiel, bis er erneut in Rückstand geriet. Ab diesem Moment schien das Team die Kraft zu verlieren, um ein Comeback anzustreben. Küttigen hingegen nutzte die Müdigkeit aus und erzielte einen Treffer nach dem anderen, bis es 7:2 stand. Immer wieder nutzten sie den nassen und schnellen Untergrund für ihre Pässe in die Tiefe. Mellingen sehnte sich in der zweiten Hälfte nur noch nach dem Schlusspfiff. Doch was war da los? Ein Blick auf die Ersatzbank zeigte einiges. Bei einem Kader von über 25 Spielern standen den Trainern Philipp Oppenländer und Thomas Aegerter nur zwei Spieler für mögliche Auswechslungen zur Verfügung.
Es muss sich etwas ändern
Ganze 16 Spieler sind auf der Homepage des Aargauischen Fussballverbands als abwesend markiert. Stürmer Berat Haxha ist einer von ihnen, aber er musste eine Sperre absitzen. Dann gibt es noch verletzte Spieler, kranke Spieler und Spieler mit anderen Prioritäten. Daher ist es schwierig, in einem so intensiven Spiel wie gegen Küttigen, ohne eine grosse Auswahl an Ersatzspielern zu überleben. Die meisten der auf dem Feld stehenden Spieler sind solche, die praktisch jedes Spiel über 90 Minuten für ihren Verein bestreiten. Genau aus diesen Personalmangel heraus. Doch auch diese Spieler werden irgendwann erschöpft sein. Was im Spiel gegen Küttigen gut zu sehen war. Deshalb kommt die Winterpause genau zur richtigen Zeit. Trainer Philipp Oppenländer weiss, dass sich etwas ändern muss. «So kann es nicht weitergehen, wir müssen jetzt in Ruhe über die Bücher gehen und uns Gedanken machen», sagte er nach dem Spiel.
Rinor Zukaj