Künten: An einer Quartierstrasse, neben Wohnhäusern verzaubert am Waldrand zwischen Künten und Sulz ein kleiner, feiner Advents-Markt
Diana Kohler erzählt, warum sie den Markt, der jahrelang in der Turnhalle stattfand, heute am Waldrand aufbaut.
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Künten: An einer Quartierstrasse, neben Wohnhäusern verzaubert am Waldrand zwischen Künten und Sulz ein kleiner, feiner Advents-Markt
Diana Kohler erzählt, warum sie den Markt, der jahrelang in der Turnhalle stattfand, heute am Waldrand aufbaut.
Zwischen Künten und Sulz liegt eine kleine Quartierstrasse. Die Strasse heisst Haltenstrasse und wird nach dem letzten Haus zum Waldweg. An diesem Samstag aber ist der Waldweg kaum wiederzuerkennen. Es riecht nach Bratwurst und Raclette, die Suppe dampft im Kessel und Roger Kohler, ehemaliger Feuerwehrkommandant, füllt mit einer Kelle Becher um Becher mit Glühwein. Viele kleine Stände säumen den Weg. Unter einem Baldachin aus tausend kleinen Lämpchen spazieren Besucherinnen und Besucher an den Ständen vorbei, wo viel Selbstgemachtes zu bewundern und zu kaufen ist: Holzund Knistersterne, von Hand gestrickte Socken, Adventsgestecke, Konfitüre, Spieltiere aus Kaninchenfell und sogar selbstgenähte Regenschirme.
Die Schirme präsentieren Fynn Zumstein und Iloy Lamers, Schüler an der Kanti Wohlen, die im Projektunterricht mit Kolleginnen und Kollegen das Mini-Unternehmen «SecondSky» gegründet haben: Aus alten Festivalzelten und aus Gleitschirmstoff produzieren sie Regenschirme, zählen auf die Kooperation mit der Schweizer Schirmfirma Strotz und mit Trinamo, wo die meisten Schirme genäht werden. «Heute morgen haben wir aber selbst genäht», sagt Iloy Lamers lachend. Sonst hätten sie nichts zeigen können. – Verkauft werden die Schirme vorläufig noch auf Bestellung.
Auch Diana Kohler, Organisatorin des Advänt-Märts, hat einen Stand mit vielen Geschenkartikeln. Dort könnte man sie finden. Vielleicht auch auf dem Waldweg oder in der Kafi-Stube. Denn Diana Kohler ist überall. Die Kafi-Stube allerdings ist selbst nicht ganz einfach zu finden. Erst beim zweiten Hinsehen entdeckt man ein Schild und eine Tür in einer Holzwand – dahinter ein Kafi- und Kuchen-Paradies.
Während es draussen Schnee regnet, erzählt Diana Kohler in der warmen Stube, warum der Advänts-Märt nicht mehr in der Turnhalle in Künten stattfindet. «Als das Team dort aufhörte, wollte ich eigentlich nicht, dass dieser schöne Anlass stirbt. Aber in der Turnhalle weitermachen wollte ich auch nicht.» 2021 lud sie schliesslich zum ersten Advänts-Märt am Waldrand, 2022 standen bereits 12 Stände auf dem Waldweg und dieses Jahr gründete Diana Kohler den Märt-Verein, den Roger Kohler präsidiert und dem als Vorstandsmitglieder Nadia Kälin, Diana Kohler und auch ihr Mann Martin angehören.
Und weil der Wald nun eben so nah ist, schauen auch der Samichlaus und der Schmutzli – die mitten in den Vorbereitungen zum 6. Dezember stecken – rasch vorbei und entzücken auf dem Advänts-Märt die kleinen und die grossen Mädchen und Buben.
Heidi Hess