Fischer triumphiert auf seiner Horrorpiste
02.07.2024 SportMotorsport: Das Mellinger Pitbike-Team MD Performance holt sich bei den Meisterschaftsläufen in Ramsen das Punktemaximum
Ramsen – wenn er diesen Ortsnamen nur schon hört, kriegt Dennis Fischer ein Ziehen in der Magengegend. Ramsen erinnert ihn an einen fürchterlichen ...
Motorsport: Das Mellinger Pitbike-Team MD Performance holt sich bei den Meisterschaftsläufen in Ramsen das Punktemaximum
Ramsen – wenn er diesen Ortsnamen nur schon hört, kriegt Dennis Fischer ein Ziehen in der Magengegend. Ramsen erinnert ihn an einen fürchterlichen Sturz, der ihn eine ganze Saison ausser Gefecht setzte. Das Trauma ist vorbei. Fischer gewinnt in Ramsen drei von drei Meisterschaftsläufen.
Zum Rechnen ist es noch zu früh. Denn noch ist nicht Halbzeit in der Meisterschaft. Dennoch kann Fischer nach den drei Läufen in Ramsen die zweite Saisonhälfte mit Zuversicht angehen. Denn drei Siege in drei Läufen und ein Plus von 61 Punkten gegenüber dem ersten Verfolger Michael Burch, das ist eine Menge Holz. Man muss Chancen nutzen, wenn sie sich bieten. Denn Michael Burch machte im ersten der drei Läufe in Ramsen einen kapitalen Abflug. Dabei malträtierte sich der Innerschweizer die Schulter. Dennis Fischer fuhr vorbei und holte sich vor Burch das Punktemaximum. Die Frage, ob Burch in den folgenden zwei Läufen nochmal antreten kann, war schnell geklärt. Burch, der Fischer zu dessen Sieg fair gratulierte, musste passen. Damit war der Weg frei für das Mellinger Pitbike-Team.
Teamchef Martin Wernli konnte sich darob kaum mehr einkriegen. Denn die Chancen zur Titelverteidigung waren mit einem Mal um ein Vielfaches gestiegen. In den bisherigen Rennen lieferten sich Burch und Fischer ein enges Duell. Vor den Rennen in Ramsen lag Fischer hauchdünne acht Zähler vor Burch. Martin Wernli war sich allerdings sicher, dass sein Team gegenüber dem von Burch immer mehr annähern würde. Denn mittlerweile hat sich Fischer mit seiner neuen Maschine angefreundet. Zudem wurde während der mehrwöchigen Wettkampfpause an zahlreichen technischen Details gearbeitet. Fischer hat in den Trainings schnellere Zeiten fahren können, als bisher.
«Wir wollen auf jeden Fall den Druck auf unsere direkte Konkurrenz, die auch nicht geschlafen hat, weiter erhöhen», sagt Teamchef Wernli. Das scheint gelungen. Jedenfalls lag Fischer bis zu Burchs Sturz auf Schlagdistanz. In den zwei folgenden Läufen vermochte sich das Mellinger Team weiter zu steigern. Am Ende schauten drei Laufsiege und das Punktemaximum von 75 Zählern heraus.
Fischer fehlt im nächsten Rennen
Nächste Woche wird das Mellinger Pitbike-Team in Agasul passen müssen. Sie dislozieren zum Moto GP-Rennen an den Sachsenring in Deutschland. Aber auch Burch wird fehlen, sodass das nächste Duell zwischen Burch und Fischer am 10. August in Eschenbach steigen wird.
Auch die beiden anderen Fahrer des Mellinger Teams zeigten in Ramsen ansprechende Leistungen. Der 13-jährige Juniorfahrer Sämi Mettler fuhr in seiner Kategorie zweimal auf den 3. und einmal auf den 4. Rang. Benni Wehrli, der die letztjährige Meistermaschine von Dennis Fischer fährt, hatte letzten Samstag mit der drückend schwülen Hitze im Norden der Schweiz zu kämpfen. Dennoch schauten für ihn nach einem 9. Rang im 1. Lauf, zwei beachtliche 6. Plätze heraus. Am Sonntag startete das Mellinger Pitbike-Team in Ramsen zu einem viel beachteten Sechs-Stunden-Rennen. Neben Dennis Fischer, Benni Wehrli und Sämi Mettler holte sich das Team mit Marco Strähl einen weiteren Spitzenfahrer ins Boot. Wie das Team von Martin Wernli dabei abgeschnitten hat, erfahren Sie in der nächsten «Reussbote»-Ausgabe am Freitag, 5. Juli.
Beat Gomes


