Über 160 Kinder und Jugendliche waren im Jungpontonierlager am Thunersee
In der zweiten Juli-Hälfte findet traditionell das Jungpontonierlager statt. Bei der 68. Durchführung waren auch sechs junge Mellinger und Mellingerinnen dabei.
Die Kurzfassung kommt von ...
Über 160 Kinder und Jugendliche waren im Jungpontonierlager am Thunersee
In der zweiten Juli-Hälfte findet traditionell das Jungpontonierlager statt. Bei der 68. Durchführung waren auch sechs junge Mellinger und Mellingerinnen dabei.
Die Kurzfassung kommt von Lagerleiter Dominik Stierli: «Das Lager war ein voller Erfolg.» Während für ihn vor allem die Tatsache, dass keine nennenswerten Unfälle passierten, zum Erfolg beitrug, waren es für die teilnehmenden Jugendlichen vor allem alte und neue Freunde, Tage voller Action und Erinnerungen, die bleiben werden. Natürlich geht ein Lager mit über 160 Kindern und Jugendlichen im Alter von zwischen 10 und 20 Jahren nicht ganz ohne Schrammen und Tränen ab. «Aber da war nichts, was man nicht mit einem Pflaster oder einem ‹Heimwehfröschli› hätte kurieren können», so Dominik Stierli.
Sechs Kinder und Jugendliche vom Pontonierfahrverein Mellingen waren mit in Einigen am Thunersee. Pascal Moser erinnert sich am liebsten an die Schlauchbootfahrt von Thun nach Bern und an die sogenannte «Lagerrunde» bei der die Jungpontoniere ohne Erwachsene zusammensitzen und offenbar viel zu lachen haben. Das Auf- und Abbauen der Hütten, ein traditioneller Bestandteil des Lagers, zu dem die Armee das nötige Material beisteuert, sei anstrengend gewesen, so Pascal Moser. Daran, dass er nächstes Jahr wieder dabei sein möchte, zweifelt er trotzdem keine Sekunde.
14 neue Schiffsführer
Bis nächstes Jahr warten, bis sie ihre alten und neuen Kolleginnen und Kollegen wiedersieht, will Mara Göhl vom Pontonierfahrverein Mellingen auf keinen Fall. «Wir haben uns schon am Abend des Heimreisetages wieder getroffen», sagt sie. Gefallen hat ihr vor allem, dass sie die Schlauchbootprüfung hat ablegen können und schon den Lernfahrausweis für Motorboote erhalten hat.
Das Jungpontonierlager ist vor allem Spass, aber auch ein kleines bisschen Ernst. So legen die Grössten jeweils die Schiffsführer-Prüfung ab. Auf den Theorieteil bereiten sie sich bereits vor dem Lager vor, die praktische Prüfung findet dann gegen Schluss des Lagers statt. Dieses Jahr erhielten 14 Jungpontoniere den Motorboot-Fahrausweis. Doch nicht nur die Grossen durften etwas heimnehmen: Am Freitagabend, dem offiziellen Abschluss des Lagers, wurden alle Abzeichen verteilt, die in den vielen verschiedenen Wettkämpfen errungen worden waren. Die Kleinsten hatten während des Lagers Gelegenheit, das Jugendbrevet abzulegen.
Sowohl Lagerleiter Dominik Stierli als auch Eltern, die ihre Kinder am Besuchstag am Thunersee besuchten, waren von der kollegialen und fairen Stimmung angetan. «Ich musste keinen einzigen Teilnehmer zu Anstand ermahnen», sagt Dominik Stierli. Für die Eltern war es vor allem die weitgehende Abwesenheit von Handys, die positiv überraschte. Und weil nach dem Lager immer auch vor dem Lager ist, tätigte Dominik Stierli bereits am Tag der Rückkehr die Materialbestellung für das Jungpontonierlager 2025. Es findet vom 17. bis 26. Juli statt.
Susanne Loacker