Motorsport: Das Mellinger Pitbike-Team feierte in Hilfikon den Vizemeister-Titel von Dennis Fischer
Die Titelverteidigung war das Ziel. Daran ist Dennis Fischer gescheitert. Er hat sich verzockt, indem er auf die drei Läufe in Agasul verzichtet hat. Am Ende fehlten ihm genau diese ...
Motorsport: Das Mellinger Pitbike-Team feierte in Hilfikon den Vizemeister-Titel von Dennis Fischer
Die Titelverteidigung war das Ziel. Daran ist Dennis Fischer gescheitert. Er hat sich verzockt, indem er auf die drei Läufe in Agasul verzichtet hat. Am Ende fehlten ihm genau diese Punkte. In Hilfikon konnte das Team um Martin Wernli aber immerhin zwei Podestplätze feiern.
Diesmal hatte Teamchef Martin Wernli die dicken Zigarren dabei. Letztes Jahr, als Fischer in Gisikon die Meisterschaft feiern konnte, hatte Wernli die Meisterzigarren zu Hause liegen lassen. Aus der Titelverteidigung wurde nichts. Dennoch zündete sich Wernli eine Zigarre an. «Ein 2. Rang darf doch auch gefeiert werden», sagte er dazu und blies genüsslich den Rauch aus. Champagner hatte das Team auch dabei. Den verspritzten sie über dem Kopf von Christof Rösli, der die Meisterschaft in Hilfikon schon nach dem zweiten Lauf eintüten konnte.
Die Titelverteidigung wäre für Fischer nur dann noch drin gelegen, wenn Rösli bei einem Lauf ausgefallen wäre und Fischer letzten Samstag alle drei Läufe gewonnen hätte. Es blieb beim Wunschdenken. Fischer vermasselte die theoretische Chance auf den Titel schon im ersten Lauf. Nach einem heftigen Wolkenbruch verkam die Piste zu einer Rutschbahn. Die Piloten gerieten aus der Balance und lagen reihenweise schon kurz nach dem Start im Schlamm – auch Fischer, der alle seine Chancen schon in der Startrunde verspielte. Während Rösli kontrolliert auf Rang 2 fuhr, kam Fischer erst als 7. ins Ziel.
Es hätte für Rösli schon mit dem Teufel zugehen müssen, wenn Fischer das Blatt in den beiden letzten Läufen noch zu seinen Gunsten gewendet hätte. Bemerkenswert war der 2. Rang von Christian Strebel aus Birrhard, der auch im dritten Lauf als 3. aufs Podest fuhr. Zwar konnte Fischer die beiden letzten Läufe hinter dem in allen drei Läufen überlegenen Marco Abt beenden und Rösli hinter sich lassen. Doch der fuhr die Meisterschaft mit dem Rechenschieber nach Hause. Unglücklich endete das Rennen für Beni Wehrli, dessen Motor im dritten Lauf den Geist aufgab. In den beiden ersten Läufen fuhr er auf die Ränge 6 und 10. In der Meisterschaft rutschte er dadurch noch auf Rang 7 zurück.
Sämi Mettler auf dem Podest
Eine erneut gute Leistung lieferte auch Juniorfahrer Sämi Mettler (13) ab, der ebenfalls für das Mellinger MD Performance-Team fährt. Mettler schaffte es nach zwei Podestplätzen in der 125er-Kategorie (Fischer und Wehrli fahren in der 200er-Klasse) in der Meisterschafts-Schlusswertung auf den beachtenswerten 3. Rang.
Die Meisterschaft ist gelaufen. Mit Wehmut blickt Dennis Fischer auf das Rennen in Koppigen vor zwei Wochen zurück, als ihm der Sprit ausging. Dort verlor er exakt jene Punkte, die nun in der Endabrechnung fehlten. So beendet er die Meisterschaft als Titelverteidiger mit 20 Zählern hinter Christof Rösli auf Rang 2. Trotz Verzicht auf die Rennen in Agasul hätte es ohne das Desaster mit dem Sprit in Koppigen noch für den Titel reichen können. Hätte, hätte, Motorradkette – am Ende zählt, was auf dem Resultatblatt steht. Nächstes Jahr will Fischer nochmals angreifen. Wahrscheinlich mit einer besseren Saisonplanung.
Beat Gomes