Direkt gefragt …
24.07.2026 PorträtHeute Sabrina Seiler
Sabrina Seiler ist Atemschutzoffizierin bei der Feuerwehr Niederwil Fischbach-Göslikon (FNFG), engagiert sich aktiv im Dorfleben und organisiert verschiedene Anlässe. Sie arbeitet im Gesundheitswesen und ist ein Vereinsmensch, ob ...
Heute Sabrina Seiler
Sabrina Seiler ist Atemschutzoffizierin bei der Feuerwehr Niederwil Fischbach-Göslikon (FNFG), engagiert sich aktiv im Dorfleben und organisiert verschiedene Anlässe. Sie arbeitet im Gesundheitswesen und ist ein Vereinsmensch, ob in der FNFG oder in der Mösli-Clique. Ihre Leidenschaft gilt dem Reisen.
◆ Machen Sie sich mehr Sorgen als sonst, falls in Ihrer Region ein Feuer ausbrechen würde?
Die Trockenheit erhöht die Brandgefahr deutlich. Felder, Böschungen und Wälder können sich viel schneller entzünden als nach längeren Regenperioden. Natürlich macht man sich als Feuerwehrangehörige mehr Gedanken, weil sich ein Brand bei trockenen Bedingungen sehr rasch ausbreiten kann. Umso wichtiger sind gute Vorbereitung, gut ausgebildete ADF und die Aufmerksamkeit der Bevölkerung.
◆ Trockenheit, wenig Wasser. Was bedeutet das für die Feuerwehr?
Bei längeren Trockenperioden müssen wir die Wasserversorgung noch genauer planen. Je nach Einsatzort kann der Transport von Wasser oder der Aufbau zusätzlicher Förderleitungen nötig werden. Das erfordert mehr Personal und eine gute Einsatzplanung.
◆ Die FNFG musste jüngst sogar einen Brand im Gerstenfeld löschen. Hat sich die Brandgefahr nach dem Regen vom Wochenende verringert?
Der Regen vom Wochenende hat die Situation nur geringfügig entspannt. Es handelte sich eher um einen Tropfen auf den heissen Stein. Die oberste Bodenschicht wurde zwar stellenweise leicht befeuchtet, doch die Vegetation und der Boden sind nach wie vor sehr trocken. Bereits nach wenigen sonnigen und warmen Tagen steigt die Brandgefahr wieder deutlich an. Der Brand im Gerstenfeld hat gezeigt, wie schnell sich ein Feuer unter solchen Bedingungen ausbreiten kann. Deshalb bleiben Vorsicht und ein verantwortungsvoller Umgang mit offenem Feuer weiterhin entscheidend.
◆ Welches korrekte präventive Verhalten wünschen Sie sich von der Bevölkerung? Auch im Zusammenhang mit dem 1. August?
Ich wünsche mir vor allem Aufmerksamkeit und Eigenverantwortung. Kein offenes Feuer an ungeeigneten Orten, keine Zigarettenstummel ins Gras werfen und die aktuellen Feuerverbote beachten. Rund um den 1. August sollten Feuerwerk und Grillfeuer nur dort verwendet werden, wo es ausdrücklich erlaubt und sicher ist.
◆ Die Feuerwehr wird Gastgeber sein am Hotdog-Stand beim Jubiläumsfest am 31. Juli und am 1. August. Worauf freuen Sie sich?
Ich freue mich auf die Begegung mit Freunden und Bekannten. Solche Feste zeigen, dass Feuerwehr nicht nur Einsatz bedeutet, sondern auch Gemeinschaft, Austausch und Zusammenhalt im Dorf.
◆ Weshalb engagieren Sie sich im Dorf?
Vereine sind das Herzstück eines Dorfes – sie verbinden Menschen, schaffen Freundschaften und erhalten Traditionen. Ohne freiwilliges Engagement gingen viele Anlässe und ein wichtiger Teil des Dorflebens verloren.
◆ Was ist Ihr Lieblings-Ausflugsort?
Einen Lieblings-Ausflugsort habe ich nicht. Die schönsten Erinnerungen entstehen für mich durch Menschen, mit denen ich unterwegs bin. Deshalb entdecke ich gerne neue Orte – am liebsten in der Natur, fernab vom Stadtleben.
◆ Welche Anlässe besuchen Sie?
Ich besuche gerne Dorffeste, Vereinsanlässe und Feuerwehrveranstaltungen. Auch an der Fasnacht trifft man mich mit Freunden und Familie an.
◆ Was würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
Eine Yacht, damit ich jederzeit wieder wegkomme, wenn es mir zu langweilig wird.
◆ Welches Land, Ort oder Stadt würden Sie gerne noch besuchen?
Die Liste ist noch sehr lang: Von Island bis nach Madagaskar, Mauritius, Seychellen und von Japan via Philippinen bis nach Chile.
Heidi Hess
Spontane Kurz-Fragen:
Chaotisch oder ordentlich: Ordentlich, alles hat seinen Platz
Bier oder Wein: Wasser, keine typische Feuerwehr-Antwort
Süss oder salzig: definitiv süss
Fastfood oder Gourmet: Gourmet
Winter oder Sommer: Im Winter Sommer zu haben
ÖV oder Auto: Auto, das bedeutet Unabhängigkeit und Flexibilität
Zelten oder Hotel: Hotel

