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28.07.2026 PorträtHeute Marco Wertli
Marco Wertli ist seit dem 24. Januar der neue Präsident des Pontonierfahrvereins Mellingen. Nebst dem sportlichen Aspekt gefällt ihm am Verein, dass er familiär ist und die Kameradschaft grossgeschrieben ...
Heute Marco Wertli
Marco Wertli ist seit dem 24. Januar der neue Präsident des Pontonierfahrvereins Mellingen. Nebst dem sportlichen Aspekt gefällt ihm am Verein, dass er familiär ist und die Kameradschaft grossgeschrieben wird.
◆ Wie sind Sie zu den Pontonieren in Mellingen gekommen?
Als ich 2010 nach Mellingen zog, erhielt ich einen Werbebrief. Darin stand, dass man bei den Pontonieren schnuppern gehen kann. Mit vier weiteren Kollegen bin ich dann zu einem Probetraining hingegangen. Es hat uns allen so gut gefallen, dass wir bis heute aktiv beim Verein mit dabei sind.
◆ Was gefällt Ihnen bei den Pontonieren?
Bei den Pontonieren Mellingen gefällt mir das Familiäre. Es steht immer die Kameradschaft im Vordergrund. Der sportliche Teil kann jeder selbst bestimmen. Es gibt bei uns sehr Ambitionierte, aber auch solche, die es gemütlicher nehmen. Hier in Mellingen können wir immer trainieren. Die Trainings finden jeweils am Dienstagund Donnerstagabend statt. Für Jungpontoniere ist das Training jeweils am Mittwochabend.
◆ Was ist bei den Pontonieren Mellingen speziell?
Man fährt im Boot jeweils fix mit einem Fahrpartner oder Fahrpartnerin. So ist man ein eingespieltes Team. Das macht das Fahren mit dem Boot wesentlich einfacher. Ist einmal ein Partner oder Partnerin verhindert, wird zuweilen auch alleine oder mit einer anderen Person trainiert. Ich finde den Wechsel spannend, da man sich mit der anderen Person austauschen und so seine Technik verfeinern kann.
◆ Was steht als nächstes an?
Alle zehn Jahre findet die Fernfahrt statt. Das heisst, dass der Verein gemeinsam eine Reise unternimmt. Dieses Mal nehmen 20 Vereinsmitglieder teil. Wir reisen im August für eine Woche nach Irland. Und natürlich geht es auch dort nicht ohne Wasser – wir werden mit einem Hausboot unterwegs sein.
Kurz davor findet die Gönnertalfahrt statt. Wir erwarten beim Anlass 70 Gäste. Diese fahren in sieben Booten von Rottenschwil nach Bremgarten.
Ein besonderes Highlight ist am 28. August der Mondschein-Cup in Basel. Der Wettkampf ist speziell, da der Start wegen der Binnenschifffahrt um 1:05 Uhr morgens stattfindet. Man kann sich daher beim Wettkampf nicht an der Strömung orientieren. Stattdessen gibt es Orientierungshilfen mit fluoreszierenden Signalpunkten. Für diesen Anlass hat sich beinahe unser ganzer Verein angemeldet.
Schön ist auch immer das Fischessen, welches seit Jahrzehnten von unserem Verein durchgeführt wird. Dieses Jahr findet es vom 4. - 6. September statt. Es ist ein grosser Anlass, welcher bei der Bevölkerung sehr beliebt ist.
◆ Wie sieht es mit anderen Aktivitäten aus?
Ich bin von Beruf Lkw-Chauffeur. Zudem bin ich auch Mitglied bei der Feuerwehr Zufikon und bei der Guggenmusik in Buttwil.
◆ Weshalb engagieren Sie sich in der Region?
Ich engagiere mich vor allem im Pontonierfahrverein Mellingen für ein gutes Beisammensein im Verein.
◆ Was ist Ihr Lieblingsort?
Natürlich das Depot der Pontoniere in Mellingen und aktuell die dazugehörende Besenbeiz an der Reuss.
◆ Welche Anlässe besuchen Sie?
Wettkämpfe und die Schweizer-Meisterschaften der Pontoniere.
◆ Was hat in Ihrem Leben Priorität?
Meine Freundin und meine Familie.
◆ Wenn Sie einen Tag jemand anderes sein könnten, wer wäre das?
Ich wäre gerne ein Seemann. Am liebsten würde ich ein grosses Kreuzfahrtschiff steuern.
◆ Was macht Sie traurig, was bereitet Ihnen Freude?
Traurig macht mich, wenn hinter dem Rücken einer Person gesprochen wird. Freude bereitet mir, wenn gute Gespräche geführt werden.
◆ Was würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
Natürlich ein Boot, damit ich weiterhin mobil bleibe.
◆ Welches Land würden Sie noch gerne bereisen?
Am liebsten Dänemark.
◆ Wo treffen Sie Freunde?
Hier im Depot in Mellingen oder im Wald, wo man zusammen gute Gespräche führen kann.
Debora Gattlen

