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01.09.2026 PorträtHeute Daniel Fischer
Daniel Fischer betreibt das Antiquariat beim Kirchplatz neben dem Rathaus Mellingen. Er ist in der Grossmatt aufgewachsen und wohnt heute in einer «Schlafgemeinde» bei Baden. Der Bücherfan schätzt daher Mellingens ...
Heute Daniel Fischer
Daniel Fischer betreibt das Antiquariat beim Kirchplatz neben dem Rathaus Mellingen. Er ist in der Grossmatt aufgewachsen und wohnt heute in einer «Schlafgemeinde» bei Baden. Der Bücherfan schätzt daher Mellingens Lebendigkeit. «Ich lese ständig, das ist meine Hauptbeschäftigung», sagt er. Die Führung seines Ladens nehme auch viel Zeit in Anspruch
◆ War der heisse Sommer eher ein Vor- oder ein Nachteil für Ihr Antiquariat?
Eher ein Nachteil. Die Leute waren weniger auf der Strasse. Aber der Vorteil der Sperrung der Reussbrücke besteht darin, dass mehr Publikum zirkuliert, weil die Soldatenbrücke momentan der Haupt-Zugang zur Altstadt ist. Das gibt mehr Frequenz.
◆ Was bedeuten Ihnen persönlich Bücher?
Sie dienen der Wissensvermittlung und sind eine private Welt.
◆ Wie meinen Sie das genau?
Es gibt einen interessanten Gegensatz. Das Internet ist öffentlich. Bücher sind privat.
◆ Mir fällt auf, dass viele Leute mit alten Büchern während unseres Interviews bei Ihnen vorbeikommen. Was kann man Ihnen bringen, was eher nicht?
Bücher über Technik, Hobbys, Textilien- und Modebücher nehme ich gerne. Ich bin auch interessiert an Büchern über Berge, Märchen und Sagen. Sie müssen einfach noch in einem guten Zustand sind.
◆ Was würden Sie in Mellingen eventuell ändern wollen?
Mellingen verzettelt sich ortsplanerisch, Es hat eine Altstadt als Zentrum, aber Migros und Coop sind an der Peripherie, der Ort wird quasi zerrissen. Ich bemerke das als Gewerbetreibender. Die Grossverteiler sind Anker und Frequenzbringer für die anderen Geschäfte und sollten direkt an die Altstadt andocken. Man hätte die Migros seinerzeit beim Lindenplatz bauen sollen.
◆ Ihr Lieblingsort in der Region?
Die Reuss. Ich schwimme gerne in der Reuss im Abschnitt zwischen dem Naturschutzgebiet Risi und der Altstadt.
◆ Welche Anlässe besuchen Sie?
Gerne die Fondation Beyeler bei Basel.
◆ Was hat in Ihrem Leben stets die Priorität?
Die Spaziergänge mit meiner Frau an den Abenden oder am Sonntag.
◆ Wem würden Sie gerne einmal Ihre Meinung sagen?
Ich baue eher auf eine Verbesserung jeden Tag, die aber den Tag überdauert. Es ist ein ständiges Geben (Buch?) und Nehmen.
◆ Wenn Sie einen Tag jemand anderes sein könnten, wer wäre das?
Albert Einstein oder Zorro.
◆ Was macht Sie traurig, was bereitet Ihnen Freude?
«Es bitzeli meh zuelose» wäre mein Anliegen. Leider fliegt viel Abfall in die Reuss und diesen können die fleissigen Bauamtsmitarbeiter nicht einmal mehr zusammensammeln. Freude machen mir «ufgstellti Lüüt».
◆ Was würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
Die Nationalbibliothek von Bern
◆ Welches Land, Ort oder Stadt würden Sie gerne noch besuchen?
Die Bretagne in Frankreich und Cornwall in Grossbritannien
◆ Wo treffen Sie Ihre Freunde am liebsten?
Während einer Wanderung auf dem Wildspitz. Es läuft sich schön dort. Oben gibt es eine Wurst und eine prächtige Aussicht.
Marc Benedetti
Spontane Kurz-Fragen zum Schluss:
Chaotisch oder ordentlich: Eher ordentlich
Bier oder Wein: Wein
Süss oder salzig: süss
Fastfood oder Gourmet: Spaghetti
Winter oder Sommer: Sommer
ÖV oder Auto: öV
Zelten oder Hotel: Hotel
Schwarz oder weiss: weiss
Kino oder TV: Kino
Ferien im Norden oder Süden: Süden
Hund oder Katze: Katze. Wir haben eine in der Familie.

