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29.09.2026 PorträtHeute Simone Baer
Simone Baer hat viele Ideen. Die Lehre machte sie im Reisebüro, dann arbeitete sie in der Logistik. Vor zehn Jahren absolvierte sie schliesslich eine Quereinsteiger-Ausbildung zur Floristin, um etwas zu machen, das Menschen Freude ...
Heute Simone Baer
Simone Baer hat viele Ideen. Die Lehre machte sie im Reisebüro, dann arbeitete sie in der Logistik. Vor zehn Jahren absolvierte sie schliesslich eine Quereinsteiger-Ausbildung zur Floristin, um etwas zu machen, das Menschen Freude bereitet. Im August eröffnete sie ihren floralen Concept Store.
◆ Sie haben vor rund vier Wochen Ihren eigenen Blumenladen «Baimon» an der Oberdorfstrasse in Niederrohrdorf eröffnet. Wie erlebten Sie die ersten vier Wochen?
Sehr positiv! Die Leute im Dorf waren verunsichert, ob wir einen Blumenladen, gegenüber dem renomierten Blumen Flückiger eröffnen. Und sind sehr überrascht, dass unser Sortiment nicht dem eines klassischen Blumenladens entspricht. Für unser Schaufenster und die Produkte-Auswahl haben wir sehr viele Komplimente erhalten, was uns sehr freut.
◆ Worüber freuen Sie sich besonders in Ihrem eigenen Geschäft?
An den vielen erstaunten und glücklichen Gesichtern unserer Kundinnen und Kunden, die sich freuen, ganz neue Produkte zu entdecken, welche sie sonst in der Region nicht finden.
◆ Sie setzen bewusst auf Blumen aus der Schweiz. Müssen Sie Kompromisse eingehen?
Ja. Ab November bis circa Februar wird es schwierig mit ausschliesslich Schweizer Blumen. Dann setzen wir auf Blumen aus dem angrenzenden Ausland.
◆ Sie bieten auch Workshops zum Blumenbinden an. Wie kamen Sie auf diese Idee?
Seit Social Media ist unser Wissen als Fachperson kein Hoheitsgut mehr. Anstatt sich darüber zu ärgern, möchte ich den Leuten das Wissen direkt weitergeben. Die Freude, wenn jemand, der behauptet ein Büro-Mensch ohne kreatives oder florales Talent zu sein, am Schluss sein Werkstück stolz mit nach Hause nimmt, ist unbezahlbar. Und macht mir sehr viel Freude.
◆ Wie binden Sie Ihre Blumensträusse am liebsten?
Wild und natürlich.
◆ Welche ist Ihre Lieblingsblume?
Regional die Schachbrettblume, international die Königs Protea.
◆ Weshalb engagieren Sie sich im Dorf?
Weil ich lebendige und intakte Dörfer schätze.
◆ Was würden Sie an Ihrem Dorf ändern wollen?
Begegnungszonen kann es nie genug haben.
◆ Was ist Ihr Lieblings-Ausflugsort?
Die Innerschweiz begeistert mich immer wieder sehr. Mein Geheimtipp: Der Urmiberg.
◆ Welche Anlässe besuchen Sie?
Am liebsten würde ich mehr klassisches Ballett schauen gehen. Aber neben Familie und Job bleibt wenig Zeit.
◆ Wem würden Sie gerne einmal Ihre Meinung sagen?
Meinem Home-Trainer-Velo-Simulator (mit einem Augenzwinkern).
◆ Wenn Sie einen Tag jemand anderes sein könnten, wer wäre das?
Unsere Katze Kari.
◆ Was macht Sie traurig, was bereitet Ihnen Freude?
Respektlosigkeit macht mich traurig. Ein Cervelat vom Feuer bei unserer Lieblings-Brätli-Stelle am Waldrand.
◆ Was würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
Meine Familie und Blumensamen.
◆ Welches Land, Ort oder Stadt würden Sie gerne noch besuchen?
Angola, Nepal und Bordeaux.
◆ Wo treffen Sie gerne Freunde?
Ich lade sie zu uns nach Hause ein und bekoche sie.
◆ Was verbinden Sie mit Herbst?
Meine Lieblings-Jahreszeit, einzigartiges Sonnenlicht, Schmorgerichte und wunderbare Natur-Farben und -Düfte.
Heidi Hess
Spontane Kurz-Fragen:
Chaotisch oder ordentlich: kreatives Chaos
Bier oder Wein: Wein
Süss oder salzig: salzig
Winter oder Sommer: Spätsommer
ÖV oder Auto: Auto
Schwarz oder weiss: schwarz
Rose oder Nelke: Nelke
Ferien im Norden oder Süden: Norden

