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03.11.2026 PorträtHeute Daniel Bützberger
Daniel Bützberger (53) hat per 1. Oktober die Funktion des Gemeindeschreibers sowie den Vorsitz der Geschäftsleitung in der Gemeinde Fislisbach übernommen. Er hat uns dieses Interview gewährt, bei dem man ihn ...
Heute Daniel Bützberger
Daniel Bützberger (53) hat per 1. Oktober die Funktion des Gemeindeschreibers sowie den Vorsitz der Geschäftsleitung in der Gemeinde Fislisbach übernommen. Er hat uns dieses Interview gewährt, bei dem man ihn etwas besser kennenlernt.
◆ Herr Bützberger, seit 1. Oktober sind Sie offiziell neuer Gemeindeschreiber von Fislisbach. Haben Sie sich schon eingelebt?
Ja, danke. Für mich sind das Dorf und die Gemeindeverwaltung glücklicherweise nicht neu. Ich habe meine Lehrzeit anfangs der 1990er-Jahre auf der Gemeindeverwaltung absolviert und bin nach diversen Stationen 2005 als Gemeindeschreiber-Stellvertreter nach Fislisbach zurückgekehrt.
◆ Sie sagen es, Sie waren bereits stellvertretender Gemeindeschreiber. Was ist gewohnt, was ganz neu für Sie in der jetzigen Aufgabe?
Das Umfeld, die Verwaltungsabläufe und die Zusammenarbeit mit meinen Arbeitskolleginnen und -kollegen sind eingespielt. Neu sind die Führungsaufgaben, die intensivere Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und der Wechsel des Fokus: Weg von «nur» operationellen Aufgaben hin zu strategischen Überlegungen.
◆ Weshalb engagieren Sie sich im Dorf?
Fislisbach ist mit seinem Naherholungsgebiet und den sehr guten Verkehrsanbindungen ein lebenswertes Dorf. Es ist mir ein Anliegen, dass wir das Dorf mit den gegebenen Rahmenbedingungen einerseits lebenswert erhalten und andererseits auch weiterentwickeln können.
◆ Was würden Sie ändern wollen?
Ich habe nicht vor, jetzt alles über den Haufen zu werfen. Mein Vorgänger, der langjährige Gemeindeschreiber Donat Blunschi, hat einen sehr guten Job gemacht. Ich setze auf Kontinuität – das heisst aber nicht, dass es keine Veränderungen gibt. Zurzeit sind das eher kleinere operationelle Anpassungen.
◆ Haben Sie einen Lieblingsort?
Der Aargau hat viele schöne Orte. Ich selber bin in Brugg zu Hause. Gerade jetzt im Herbst mag ich es, der Aare entlang zu spazieren, wenn die Sonne alles in ein goldenes Licht taucht.
◆ Welche Anlässe besuchen Sie?
Ich mag keine grossen Anlässe, bei denen es laut ist und man sich durch Menschenmengen kämpfen muss. Ich mag es eher ruhig.
◆ Was hat in Ihrem Leben Priorität?
Bei allen beruflichen Herausforderungen ist es für mich zentral, eine gesunde Work-Life-Balance zu bewahren. In meinem neuen Job als Gemeindeschreiber habe ich mir von Beginn weg auf die Fahne geschrieben, über das Wochenende absolut keine Arbeit mit nach Hause zu nehmen. Ich versuche auch, die Geschäftsmails am Wochenende auf dem Handy nicht anzuschauen.
◆ Wem würden Sie gerne einmal Ihre Meinung sagen?
Hmm, gute Frage. Vielleicht politischen Technokraten, die Gesetze und Verordnungen entwickeln, ohne dabei auf die Praktiker zu hören, und damit die Arbeit der öffentlichen Verwaltungen erschweren sowie Innovationen verhindern.
◆ Wenn Sie einen Tag jemand anderes sein könnten, wer wäre das?
Ich bin ganz zufrieden in meiner Haut. Aber ich wollte schon immer einmal einen grossen Verkehrsflieger steuern. Vielleicht Pilot für einen Tag?
◆ Was macht Sie traurig, was bereitet Ihnen Freude?
Ich bedauere teilweise die Entwicklung unserer Gesellschaft. Es fehlt immer mehr an Kompromissbereitschaft: Der «gut schweizerische Kompromiss» geht verloren, die Fronten verhärten sich. Ehrenamtlich bin ich in einem Hilfsprojekt in Peru involviert. Es macht grosse Freude zu sehen, was mit bescheidenen Mitteln und engagierten Menschen alles möglich ist. Zudem reise ich gerne, um Natur und Wildtiere zu fotografieren. Ich bin ein «Reisefüdli» und war bereits auf allen Kontinenten.
Marc Benedetti
Spontane Kurz-Fragen zum Schluss:
Chaotisch oder ordentlich: ordentlich
Bier oder Wein: Wein
Süss oder salzig: süss
Winter oder Sommer: Sommer
ÖV oder Auto: ÖV
Zelten oder Hotel: Hotel
Schwarz oder weiss: weiss
Kino oder TV: TV
Ferien im Norden oder Süden: Norden und Süden

