Kanton: Ersatzwahl für Sitz von Stephan Attiger mit klarem Resultat – Maja Riniker verteidigt Sitz der Freisinnigen
Maja Riniker ist am Sonntag mit 70 137 Stimmen zur neuen Aargauer Regierungsrätin gewählt worden. Das absolute Mehr betrug 45 217 Stimmen. ...
Kanton: Ersatzwahl für Sitz von Stephan Attiger mit klarem Resultat – Maja Riniker verteidigt Sitz der Freisinnigen
Maja Riniker ist am Sonntag mit 70 137 Stimmen zur neuen Aargauer Regierungsrätin gewählt worden. Das absolute Mehr betrug 45 217 Stimmen. Riniker hatte keine ernsthafte Konkurrenz zu befürchten.
Auf Landammann Stephan Attiger (FDP), der Ende Jahr nach 13 Jahren in der Regierung zurücktritt, folgt eine Frau. Die FDP-Nationalrätin Maja Riniker aus Suhr ist am Sonntag in allen 196 Gemeinden mit grossem Mehr neu in den Regierungsrat gewählt worden. Die 48-jährige Riniker wird damit neben Martina Bircher (SVP) bald die zweite Frau im Regierungsrat sein (und die fünfte überhaupt). Sie galt als Favoritin der Ersatzwahl. Der Grünliberale Dominik Gresch, Grossrat und Stadtrat von Zofingen, dem ebenfalls Chancen eingeräumt wurden, zog im August seine Kandidatur nach Schlagzeilen über Betreibungen und Steuerschulden zurück. Neben Riniker kandidierten offiziell Loredana Nigro von den Jungsozialisten (Juso), die parteilose Theres Schöni aus Benzenschwil/Merenschwand und Liedermacher Stephan Zurfluh von der «Musikpartei». Alle drei wurden am Sonntag nicht gewählt. Nigro erhielt 8635 Stimmen, Schöni 7514 und Zurfluh 2365. «Linke Anliegen gehören ins Zentrum», schreibt die SP Aargau, welche die Juso-Kandidatin unterstützt hatte. Nigro habe das zweitbeste Resultat geholt.
Niedrige Stimmbeteiligung
Die Stimmbeteiligung im ganzen Kanton betrug nur 21,01 Prozent. Im Bezirk Baden mit 88 235 Stimmberechtigten holte Riniker 14 615 Stimmen, Nigro deren 2285, Schöni 1496 und Zurfluh 622. Die Stimmbeteiligung betrug 22,42%. Im Bezirk Bremgarten mit 50 095 Stimmberechtigten wählten 7708 Riniker, 988 Schöni, 764 Nigro und 255 Zurfluh. Die Stimmbeteiligung: 20,09 Prozent. Im Einzugsgebiet des «Reussbote» holte die neue Regierungsrätin am meisten Stimmen in Oberrohrdorf (632), Niederrohrdorf (605), Fislisbach (589) und Mellingen (460). In den anderen Gemeinden erhielt sie folgende Stimmenzahl: Birrhard 79, Birmenstorf 342, Künten 181, Mägenwil 214, Niederwil 295, Remetschwil 279, Stetten 224, Tägerig 135 und Wohlenschwil 163. Maja Rinikers Sitz im Nationalrat wird der FDP-Grossrat Adrian Schoop erben.
Marc Benedetti