Leserbrief zu «Power Point baut keine Häuser», «Reussbote» vom 21. Juli Ich habe mich schon unzählige Male über die im «Reussbote» veröffentlichten Lesermeinungen aufgeregt. Vor allem für die chronischen Schreiberlinge, welche immer ...
Leserbrief zu «Power Point baut keine Häuser», «Reussbote» vom 21. Juli Ich habe mich schon unzählige Male über die im «Reussbote» veröffentlichten Lesermeinungen aufgeregt. Vor allem für die chronischen Schreiberlinge, welche immer wiederkehrend und gebetsmühlenartig ihre ideologischen Sichtweisen mitteilen und vor allem über politisch anders Denkende herziehen, habe ich kein Verständnis. Umso wohltuender ist für mich der Leserbrief von Tim Hoffmann, mit dessen Ausführungen ich mich vollumfänglich identifizieren kann. Für unsere Gesellschaft ist eine Berufslehre seit längerer Zeit nicht mehr erstrebenswert. Lehrer, Eltern, Verwandte und grösstenteils das übrige Umfeld trichtern den Schulkindern früh ein, mit möglichst guten Noten ein späteres Studium zu ermöglichen.
Natürlich brauchen wir wie von Herrn Hoffman erwähnt auch Akademiker wie Ärzte, Ingenieure oder Naturwissenschaftler. Ist es aber nötig, immer wieder neue Nischen-Studienrichtungen zu kreieren, damit wir den Ansturm der Studierenden bewältigen können? In den meisten Fällen tragen die Studierenden dieser Fachrichtungen später keinen wesentlichen Beitrag für das Funktionieren unserer Gesellschaft bei, sondern dienen lediglich dem eigenen Wohlbefinden.
Ich hoffe, dass wir die beschriebene Balance zwischen Theorie und Praxis demnächst wieder finden, und die bestehende, überproportionierte Akademikerlastigkeit auf ein vernünftiges Mass reduzieren. Wir brauchen nicht nur Leute, welche den anderen vorschreiben, was wie zu tun ist, sondern solche die machen.
Rainer Huber, Mellingen