Fislisbach: Das Restaurant Gin Dee Rössli ist seit gestern offen. Es bietet wie bis anhin ein Mittagsbuffet an
«Gin Dee» heisst auf Thailändisch gutes Geniessen und «Welcome». Willkommen heisst das Restaurant Gin Dee Rössli seit gestern die alten ...
Fislisbach: Das Restaurant Gin Dee Rössli ist seit gestern offen. Es bietet wie bis anhin ein Mittagsbuffet an
«Gin Dee» heisst auf Thailändisch gutes Geniessen und «Welcome». Willkommen heisst das Restaurant Gin Dee Rössli seit gestern die alten und neuen Gäste. Es bietet thailändische Küche und japanische Sushi an, inklusive charmanter Bedienung.
Zwei Monate war das Traditionslokal im Herzen von Fislisbach geschlossen. Ende März verabschiedete sich das Wirte-Ehepaar Zumbühl nach fünf Jahren (der «Reussbote» berichtete). Am 1. Juni hat nun das Restaurant unter dem neuen Namen «Gin Dee Rössli» und einer topmotivierten Führung seine Türen wieder geöffnet. Dies nachdem das Lokal in letzter Zeit wieder auf Vordermann gebracht wurde, was ein wenig länger dauerte als ursprünglich geplant. Der junge Koch, der schon bei Marcel Zumbühl in der Küche stand und ein halbes Jahr die thailändischen Spezialitäten zubereitete, ist der Gleiche geblieben. Der 26-jährige Punyawad Srithahan wird im Service von seiner 21-jährigen Partnerin Singkaew Ketsirinat unterstützt. Inhaberin des Lokals ist die Mutter des Kochs, Tatriya Srithahan. Die neue Geschäftsführerin heisst Nency Vanitchaidilox, eine gute Freundin der Familie.
Die Mutter und ihre Kollegin bringen riesige Erfahrung in der Gastronomie aus Thailand und Europa mit. Die Mutter lebte vorher in Stockholm, wo sie ein Restaurant führte: Authentische thailändische Küche sowie Sushi war das Konzept, das sich bewährte. Und das wird es auch in ihrem Lokal in Fislisbach sein. Wie kam sie in die Schweiz? Bei einem Besuch vor zwei Jahren hat sich Tatriya Srithahan richtig in unser Land verliebt. «Die Berge, das grünlich schimmernde Wasser der Flüsse und die Kultur haben mir auf Anhieb gefallen. Ich wollte nach einem Monat gar nicht mehr nach Schweden zurück...», erzählt sie. Die Geschäftsführerin Nency Vanitchaidilox ist in der Westschweiz aufgewachsen. «Mein Deutsch ist noch verbesserungsfähig», sagt sie lächelnd. Sie spricht aber fliessend Französisch sowie Englisch und Thai und ist eine bekannte Gastronomin und Köchin, mit Berufserfahrungen an besten Adressen. So führte sie drei Jahre als Geschäftsführerin ein peruanisches Restaurant mit Auszeichnungen im Hotel Kulm in St. Moritz. Sie brachte mit einem Team authentische thailändische Küche in die Bündner Alpen (im Hotel Cresta Palace), arbeitete im Parkhotel Vitznau (5 Sterne) und ebenfalls in dem mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten Restaurant Sens des Vitznauerhofs (4 Sterne Superior). Doch keine Angst: Das «Rössli» wird auch künftig bodenständig und erschwinglich bleiben und kein Gourmettempel. Gewisse Traditionen werden weitergeführt, zum Beispiel das Buffet am Mittag. «Mittags bis 14 Uhr können die Gäste unser Buffet mit thailändischen Spezialitäten geniessen. Vielleicht werden wir auch mal ein Schweizer Gericht anbieten. Abends kann man im Restaurant à la Carte essen», erklärt die Geschäftsführerin. Das Team hat eine Karte mit Fotos der Gerichte gestaltet. Ein Blick hinein: Vorspeisen sind bereits ab 11.50 Franken erhältlich, beispielsweise die Gai Satay Pouletspiessli. Es gibt auch Salate und Suppen. Reisgerichte, ein Fischmenü, gebratene Gerichte und Curry-Gerichte kommen hinzu. Zum Dessert gibt es beispielsweise knusprige «Thai-Crèpes», eine Art Blätterteig mit Bananen und Glace-Füllung.
Die Sushi wird Tatriya Srithahan frisch vor den Gästen zubereiten. Alle Gerichte werden auch Take-away angeboten. Geplant sei auch Catering. Das Restaurant bevorzugt im Sinne der Nachhaltigkeit lokale und regionale Lieferanten. Neben gutem Essen hat das Lokal auch einen stilvollen und äusserst freundlichen Service. Die Frauen tragen die traditionelle thailändische Kleidung. «Wir möchten dieses Restaurant als Familienbetrieb für die nächste Generation aufbauen helfen», erklärt Nency. Später sei geplant, dass der Koch und seine Freundin das Lokal einmal weiterführten. Das ist ganz im Sinne der Hausbesitzer. Gabriela Treier als Vertreterin der Besitzerfamilie – ihre Grossmutter Maria Koller führte einst das Lokal, danach ihre Eltern Hilde und Urs Treier – ist überzeugt, mit der neuen Wirte-Familie die richtige Wahl getroffen zu haben. «Uns war wichtig, dass das ‹Rössli› als Restaurant weiter existieren kann und wir sind guter Dinge», sagt sie.
Marc Benedetti