Fussball: Mit zwei Toren im letzten Saisonspiel holt sich Mellingens Andy Etter den Topskorer. Das Interview
Zum dritten Mal wird Andy Etter Hypi-Topskorer. Der Pokal geht als wieder nach Mellingen.
◆ Andy Etter, Sie sind zum dritten Mal Hypi-Topskorer. ...
Fussball: Mit zwei Toren im letzten Saisonspiel holt sich Mellingens Andy Etter den Topskorer. Das Interview
Zum dritten Mal wird Andy Etter Hypi-Topskorer. Der Pokal geht als wieder nach Mellingen.
◆ Andy Etter, Sie sind zum dritten Mal Hypi-Topskorer. Was bedeutet Ihnen das?
Es zeigt mir, dass ich trotz meines Alters (33, Anm. d. Red.) noch immer konkurrenzfähig bin und meiner Mannschaft mit meinem Spiel und meinen Toren weiterhelfen kann. Ich bin ein Wettkampftyp und es ist natürlich auch ein schönes Gefühl, in einem Wettbewerb der Beste zu sein. Ein grosser Dank geht natürlich an meine Mitspieler, denn ohne sie würde ich keine Tore schiessen. Es ist also ein Titel, der allen gehört nicht nur mir allein.
◆ Als Sie 2024 gewannen, gewannen Sie nicht als Stürmer. Die letzten zwei Tore dieses Jahr haben Sie als Sturmspitze erzielt. Ist das Ihre extreme Vielseitigkeit, oder haben Sie sich spielerisch verändert?
Ich war schon immer ein polivalent einsetzbarer Spieler. Ich spiele dort, wo es mich braucht, wenn nötig auch im Tor (lacht). Mir gefallen die verschiedenen Anforderungen. Zu meinen besten Zeiten war ich Flügelspieler und konnte mit meiner Geschwindigkeit und Abschlussstärke punkten. Mit dem Alter bin dann immer mehr ins Zentrum gerückt, als Spielmacher. Mittlerweile spiele ich sehr gerne im offensiven Mittelfeld oder eben gar als Stürmer.
◆ Auf Platz 3 der Rangliste liegt mit zehn Toren Ihr Sturmspitzen-Kollege Manuel Gerwer. Ist Mellingen unter Stephan Zlotorowicz zu einer offensiveren Mannschaft geworden?
Ich freue mich extrem für Manu. Wir spielen schon lange zusammen in der ersten Mannschaft. Ich konnte seine Entwicklung von Anfang an miterleben, als er als junge Sturmhoffnung ins «Eis» kam. Es ist schön zu sehen, wie er nach schwierigeren Saisons jetzt unter Zloti aufblüht und seine Tore schiesst. Aber auch alle anderen: Es haben diverse Spieler Tore geschossen und das ist auch wichtig. Es sollte im Normalfall nicht zu sehr von einzelnen Spielern abhängig sein. Wir versuchen sicher, offensiveren und zielstrebigeren Fussball zu spielen, doch wir hätten nach meinem Geschmack noch viel mehr Tore schiessen sollen. Es ist also noch Luft nach oben.
◆ Sie haben vorhin Ihr «Alter» erwähnt, aber wenn man Sie spielen sieht, fällt Ihre enorme Antrittsstärke auf, die jeweils auch in der zweiten Halbzeit nicht nachzulassen scheint. Trainieren Sie neben den regulären Trainings?
Ich glaube, das liegt einfach an meiner Grundfitness und daran, dass mich meine Mädels zu Hause auf Trab halten (lacht). Ich muss ehrlich gestehen: Ich mache nichts zusätzlich, ich geniesse meine freie Zeit lieber mit meiner Frau und meinen zwei Kindern.
◆ Wenn Sie jüngeren Stürmern einen Tipp geben würden: Welcher wäre das? Ein Stürmer wird für mich nicht nur an den Toren gemessen. Ein Stürmer hat für mich im heutigen Fussball auch fussballerisch top zu sein und Spielintelligenz aufzuweisen..Ein klassisches Beispiel ist Harry Kane, meiner Meinung nach aktuell der beste Stürmer. Er schiesst Tore, arbeitet defensiv mit und ist kreativ und stark am Ball. Er setzt seine Mitspieler ebenfalls hervorragend in Szene.
Susanne Loacker