Die Linden bei der Schulanlage und die Baumallee an der Bernardastrasse wurden professionell geschnitten
Ein spektakulärer Anblick bot sich diese Woche den Passanten bei der Schulanlage und in der Bernardastrasse. Im Auftrag der Gemeinde kraxelten professionelle Baumpfleger mit Helm, ...
Die Linden bei der Schulanlage und die Baumallee an der Bernardastrasse wurden professionell geschnitten
Ein spektakulärer Anblick bot sich diese Woche den Passanten bei der Schulanlage und in der Bernardastrasse. Im Auftrag der Gemeinde kraxelten professionelle Baumpfleger mit Helm, Seil und Klettergurt ausgestattet in den Baumkronen herum.
Der Einsatz, der aus Sicherheitsgründen in den Schulferien stattfand, war bereits zuvor angekündigt worden. Aufgrund von Rückmeldungen aus dem Quartier sollten die Eichen- und Ahornbäume entlang der Bernardastrasse, die vor rund 25 Jahren im Zuge des Erschliessungsprojekts Gassäcker gepflanzt wurden, eine professionelle Pflege erhalten. Denn die Baumallee besitzt laut Gemeinde einen hohen ökologischen Wert und sorgt an heissen Tagen für ein angenehmes Klima. Bisher wurden die Bäume jedoch nur punktuell durch eine Baumpflegefirma bearbeitet.
Die Mitarbeiter der Baumdienst Isler GmbH aus Ennetbaden begannen am Montag zunächst mit den Sommerlinden an der Schulanlage Leematten, die ebenfalls eine professionelle Pflege erhalten sollten. Mit Leitern bestiegen sie die Baumkronen der über 60-jährigen Bäume, die beim Bau der Schulanlage gepflanzt wurden. Mit Seilen gesichert und mit Helmen ausgestattet, liessen sich die Baumpfleger buchstäblich weit auf die Äste hinaus. Ist das nicht gefährlich? «Ich empfinde es nicht als gefährlich. Wir sind Profis und wissen, was man machen kann», erklärte Firmenchef Andreas Isler, der selbst mit Hand anlegte. «Wir machen eine grundsätzliche Kronenpflege», erklärt er. Das beinhalte die Entnahme von Totholz und das Entfernen von konkurrierenden Ästen und Trieben. Ziel sei eine schöne Kronenarchitektur. «Der Baum sorgt dafür, dass er ein Maximum an Photosynthesefläche bereitstellt», ergänzt er. Photosynthese ist der Prozess, bei dem Bäume Sonnenlicht, Wasser und Kohlendioxid in Zucker und Sauerstoff umwandeln.
Sicherheit geht vor
Für die Gesundheit des Baumes ist die Pflege nicht entscheidend. Die Totholzentnahme dient laut Isler vor allem der Sicherheit von Schülerinnen und Schülern, Passanten und der Verkehrssicherheit. Die Experten führen dafür einen Begrenzungs- und Entlastungsschnitt durch und schneiden das sogenannte Lichtraumprofil frei. Vereinfacht gesagt, werden die Bäume so zurückgeschnitten, dass Strassen und Wege für Fussgänger und den Verkehr freigehalten werden und die Äste nicht zu nahe an Gebäude heranragen. «Beim Entlastungsschnitt nimmt man Gewicht von den schweren Ästen, damit sie nicht abbrechen», so Isler. Ende der Woche sind die Arbeiten voraussichtlich abgeschlossen.
Michael Lux