Mellinger Pontoniere: Marco Wertli blickt zurück auf seine erste Saison als Präsident. Sein Highlight war die Fernfahrt
Seit Januar dieses Jahres ist der 30-jährige Marco Wertli Präsident der Mellinger Pontoniere.
◆ Marco Wertli, ist ...
Mellinger Pontoniere: Marco Wertli blickt zurück auf seine erste Saison als Präsident. Sein Highlight war die Fernfahrt
Seit Januar dieses Jahres ist der 30-jährige Marco Wertli Präsident der Mellinger Pontoniere.
◆ Marco Wertli, ist das Amt des Vereinspräsidenten so, wie Sie es sich vorgestellt hatten?
Ja, ich wusste, dass viel auf mich zukommt. Es war dieses Jahr sehr viel auf einmal.
◆ Unter anderem eine grosse Fernfahrt.
Ja, wir sind nach Irland gereist und waren dort unter anderem mit Hausbooten unterwegs.
◆ Haben Sie das geplant oder hatte Ihr Vorgänger da schon vorgearbeitet?
Wir haben ein kleines OK gebildet: Zwei Leute aus dem Verein haben das für uns organisiert. Und die haben das wirklich super gemacht. Ich hatte eigentlich gar nichts zu tun.
◆ Welches war für Sie der schönste Moment in Ihrem ersten Amtsjahr?
Das war sicher diese Fernfahrt nach Irland. Alle, die mindestens 18 Jahre alt sind, konnten mitkommen. Ich schätze den Zusammenhalt unter den Pontonieren extrem, und auf dieser Reise hat man ihn deutlich gespürt. Was mich auch sehr gefreut hat, sind die guten Leistungen die unsere Jungpontoniere, vor allem die Mädchen, dieses Jahr erbracht haben. Das sind die Momente, die mich richtig stolz machen auf unseren Verein.
◆ Wie entwickeln sich Ihre Mitgliederzahlen?
Sie steigen sehr langsam, aber ebenso stetig. Es finden immer wieder Junge den Weg zu uns, was mich sehr freut. Wir haben hier in Mellingen auch optimales Trainingsgelände: Auch, wer noch nicht so viel Kraft und Erfahrung hat, kann hier problemlos aufs Wasser.
◆ Wenn Sie einen Wunsch frei hätten für die nächste Saison: Was könnte das sein?
Ich würde mir wünschen, dass dieser Zusammenhalt, den ich schon erwähnt habe, bestehen bleibt.
◆ Dieses Jahr war das Niedrigwasser immer wieder Thema. Wie waren Sie davon betroffen?
Sehr stark. Kurz vor Saisonschluss fand beispielsweise noch der Mondschein Cup statt. Auf den hatten wir gar nicht richtig trainieren können. Auch die Route unserer Passiv-Talfahrt mussten wir anpassen. Und schliesslich konnten wir beim Jahresschlussfahren Mitte September nicht über die Reuss rudern, sondern mussten stacheln. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir überhaupt nur noch zwei Boote im Wasser.
◆ Inzwischen sind auch die letzten Boote ausgewassert. Ist jetzt grosse Winterpause?
Nein, wir treffen uns einmal wöchentlich in der Turnhalle, um an Ausdauer und Koordination zu arbeiten. Bei uns läuft eigentlich immer etwas.
Susanne Loacker