Die Feuerwehr hat eine neue Notfallalarmierung beim Feuerwehrmagazin installiert
Die Feuerwehr Fislisbach ist fit für die Zukunft. Auch in Notlagen, wie Strom-Blackouts, ist sie nun trotzdem jederzeit erreichbar. Dies, dank der beim Kommandoposten installierten Notfallbox.
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Die Feuerwehr hat eine neue Notfallalarmierung beim Feuerwehrmagazin installiert
Die Feuerwehr Fislisbach ist fit für die Zukunft. Auch in Notlagen, wie Strom-Blackouts, ist sie nun trotzdem jederzeit erreichbar. Dies, dank der beim Kommandoposten installierten Notfallbox.
Im Normalfall kann die Feuerwehr Fislisbach rund um die Uhr und an 365 Tagen über die Notrufnummer 118 alarmiert werden. Doch was passiert bei drohenden Strommangellagen oder Ausfällen der Kommunikationssysteme? Für solche Notlagen hat die Feuerwehr Fislisbach nun vorgesorgt. Der Gemeinderat hat im letzten Winter die Anschaffung eines autarken Notfallalarmierungssystems über 35 000 Franken bewilligt.
Das System ist seit Ende Juli installiert und wird Anfang September in Betrieb genommen. Ab dann kann die Bevölkerung bei einem Strom- oder Ausfall von Mobilfunk- und Telefonnetz mittels Handtaster beim Feuerwehrkommandoposten an der Bernardastrasse 10, die Notalarmierung der Feuerwehr auslösen. «Beim Auslösen des Alarms immer warten, bis jemand von der Feuerwehr eintrifft. So weiss die Feuerwehr auch, wohin sie ausrücken muss», führt Gemeindeammann und Ressortvorsteher Peter Huber aus.
Mit Pager Mannschaft erreichbar
Nebst der Notfallbox wurden auch 35 Pager angeschafft. Diese werden ebenfalls unabhängig vom herkömmlichen Mobilfunk- und Kommunikationsnetz betrieben. «35 Feuerwehrleute, sprich ein Drittel der Feuerwehrmannschaft, sind neu mit Pagern ausgestattet. Es sind Feuerwehrleute, die jederzeit gut erreichbar sind oder im Dorf auch arbeiten», sagt Feuerwehrkommandant Patrick Isler. «Pager gibt es schon lange. Wir greifen auf eine verlässlich funktionierende Technik zurück. Sie ist entkoppelt von herkömmlichen Kommunikationssystemen und daher krisenresistent.» Bis Anfang September wird die Notfallalarmierung getestet und die mit dem Pager ausgestatteten Feuerwehrleute geschult.
Notfalltreffpunkt zuerst aufsuchen
Können aus verschiedensten Gründen die Feuerwehr Fislisbach oder die anderen Blaulichtorganisationen nicht erreicht werden, soll bei einem Notfall als erstes unverzüglich der nächste Notfalltreffpunkt aufgesucht werden. Die Probleme können zum Beispiel ein Stromausfall, der Ausfall des Telefonnetzes oder auch der Telefonanlage in der Notrufzentrale sein. Die beiden Notfalltreffpunkte, beim Gemeindehaus und beim Eingang zur Zivilschutzanlage Leematten werden in einem solchen Ereignisfall schnellst möglich durch Feuerwehrleute besetzt. Von diesen Notfalltreffpunkten können diese via digitaler Funkverbindung Kontakt zur Notrufzentrale (118) aufnehmen. Diese koordiniert die Alarmierung des Rettungsdienstes, der Polizei und der Feuerwehr.
Wenn die Notfalltreffpunkte beim Eintreffen nicht durch Feuerwehrleute besetzt sind, kann als letzte Alarmierungsmöglichkeit der rote Alarmknopf beim Feuerwehrmagazin gedrückt werden. Wird der Notfallknopf aktiviert, rücken unverzüglich acht Feuerwehrleute aus. Diese entscheiden, ob weitere 35 Feuerwehrleute mittels Pager aufgeboten werden. «Wir werden künftig einmal pro Jahr das Notfallsystem testen», sagt der Kommandant. Die Feuerwehr Rohrdorf, mit welcher die Feuerwehr Fislisbach zusammenarbeitet,verfügt über das gleiche Notfallalarmierungssystem. Der bestehende Alarmverbund unter Tags wird damit weiter gestärkt. So sind mit der Feuerwehr Fislisbach und der Feuerwehr Rohrdorf auch ohne Mobilfunknetz 70 Feuerwehrleute erreichbar.
Das neue Notfallsystem der Feuerwehr Fislisbach ist wartungsarm. «Viele Blaulichtorganisationen verfügen über gleichwertige Systeme. Unter anderem auch die Stützpunktfeuerwehr Baden und seit 2024 auch die Feuerwehr Regio Mellingen», so Patrick Isler.
Debora Gattlen