Fislisbach: Die Gemeindeversammlung bewilligte auf der Schulanlage Leematten im Freien die Rechnung 2025 und eine Kreditabrechnung
Nach einer knappen Stunde war an der Einwohnergemeindeversammlung in Fislisbach alles entschieden, diskussionslos und einstimmig von den 137 anwesenden ...
Fislisbach: Die Gemeindeversammlung bewilligte auf der Schulanlage Leematten im Freien die Rechnung 2025 und eine Kreditabrechnung
Nach einer knappen Stunde war an der Einwohnergemeindeversammlung in Fislisbach alles entschieden, diskussionslos und einstimmig von den 137 anwesenden Fislisbacherinnen und Fislisbachern genehmigt. Viel war es nicht. Traktandiert war die Rechnung, die 2025 mit einem Plus von 1,15 Millionen Franken schloss – dennoch bleibt in Fislisbach eine Pro-Kopf-Verschuldung von 739 Franken. Auf der Geschäftsliste stand ausserdem die Kreditabrechnung zur Sanierung der Quellfassungen Möösli, die 2022 mit einem Kredit von 415 000 Franken bewilligt worden war und schliesslich um rund 67 700 Franken günstiger gebaut werden konnte.
Eine der wichtigsten Informationen teilte Frau Gemeindeammann Simone Bertschi allerdings erst unter «Verschiedenes» mit: Wie weiter nach der Referendumsabstimmung? Am 14. Juni war der Kredit über rund 5,3 Millionen Franken für die Sanierung der Schulanlage knapp abgelehnt worden. Bei einer Stimmbeteiligung von 53,7 Prozent hatten 977 Stimmberechtigte «Nein» gesagt, 932 befürworteten die Sanierung der Schulanlage. Bertschi informierte an der Gmeind über die nächsten Schritte (siehe Kasten).
Für Gemeindeschreiber Donat Blunschi war es nach 40 Jahren die letzte Gemeindeversammlung. In blauen Shirts mit weisser Aufschrift überraschten deshalb die vier Gemeinderätinnen und Gemeinderäte sowie auch Finanzleiter Richard Schraner den auf Ende Jahr in den Ruhestand tretenden Gemeindeschreiber: «Danke Donat für die letzten 40 Jahre». Es fehlte Gemeinderat Diego Sandmeier, der aktuell in Miami an der Fussball-WM die Schiedsrichter fit hält. Der Gemeinderat lud danach zum Apéro und zum WM-Public-Viewing um 21 Uhr.
Heidi Hess
Wie weiter nach dem Referendums-Nein?
Die Stimmberechtigten hatten den Verpflichtungskredit von 5,28 Mio. Franken für die Sanierung des Schulcampus Leematten an der kommunalen Urnenabstimmung vom 14. Juni knapp abgelehnt. Der Gemeinderat definierte inzwischen die weiteren Schritte und will mittels einer Nachabstimmungsbefragung die Gründe für den Entscheid vertieft analysieren.
Dafür soll eine externe Fachagentur mit der Durchführung einer repräsentativen Nachabstimmungsbefragung beauftragt werden. Die Ergebnisse sollen Aufschluss darüber geben, welche Aspekte des Vorhabens aus Sicht der Bevölkerung kritisch beurteilt wurden und welche Erwartungen an eine künftige Vorlage bestehen. Parallel dazu klärt der Gemeinderat ab, welche dringendsten Massnahmen kurzfristig notwendig sind, um den Schulbetrieb weiterhin sicherstellen zu können.
Die Erkenntnisse aus der Nachabstimmungsbefragung werden in die Überprüfung und allenfalls Überarbeitung des Sanierungsvorhabens einfliessen. Gestützt darauf wird der Gemeinderat den Verpflichtungskredit für die Sanierung des Schulcampus Leematten neu beurteilen. Die diesbezügliche Vorlage soll den Stimmberechtigten voraussichtlich an der Einwohnergemeindeversammlung im Juni 2027 zur Beschlussfassung unterbreitet werden. Die Behandlung eines Planungskredits für die vorgesehene Erweiterung des Schulcampus Leematten wird nach heutigem Stand für die Einwohnergemeindeversammlung im November 2028 terminiert. (hhs)