Dennis Fischer übernimmt souverän die Führung
29.08.2025 SportDramatische Wende in der Pitbike Meisterschaft in Giswil – Das Pech des einen, ist das Glück des anderen
Das Pech des einen, ist das Glück des anderen. Marco Abt, der die Meisterschaft souverän angeführt hat, scheidet aus und landet im Spital Sarnen. Dennis ...
Dramatische Wende in der Pitbike Meisterschaft in Giswil – Das Pech des einen, ist das Glück des anderen
Das Pech des einen, ist das Glück des anderen. Marco Abt, der die Meisterschaft souverän angeführt hat, scheidet aus und landet im Spital Sarnen. Dennis Fischer profitiert vom Ausfall Abts und übernimmt die Führung in der Meisterschaft.
Martin Wernli, Teamchef des Mellinger Pitbike-Teams, hat sich nie verrückt machen lassen. Auch als es seinem Spitzenfahrer nicht wie gewünscht lief, blieb er die Ruhe selbst. Er sagte stets: «Abgerechnet wird am Schluss. Jedes Rennen muss zuerst einmal gefahren werden.» Dabei konnte auch er nicht voraussehen, welch dramatische Wende auf der Rennstrecke in Giswil eingeläutet würde. Es geschah im ersten von drei Läufen. Marco Abt, der grosse Dominator dieser Saison, hält plötzlich an und gibt mit höllischen Schmerzen auf. Was ist passiert? Abt erhält einen Schlag und sieht, wie sich sein Fuss samt Stiefel in die verkehrte Richtung gedreht hat. Der Führende in der Meisterschaft muss mit der Sanität ins Spital gebracht werden. Die niederschmetternde Diagnose: Schien- und Wadenbein sind gebrochen.
Für den Unglücksraben ist die Saison gelaufen. Das Blatt hat sich völlig unerwartet zu Gunsten von Dennis Fischer gewendet. Fischer, der in dieser Meisterschaft mehrmals mit Rückschlägen zu kämpfen hatte, nutzte die Gunst der Stunde. Er beendete den ersten von drei Läufen hinter dem überlegenen Lokalmatador Michael Burch auf dem 2. Rang. Dabei distanziert er den Birreter Christian Strebel deutlich. Das ist deshalb von Bedeutung, weil Strebel in der Gesamtwertung vor diesem Lauf noch zwei Zähler Vorsprung auf Fischer aufwies. Im zweiten Lauf fuhr Fischer mit dem Rechenschieber. Er wurde kurz vor dem Ziel von Patrick Trummer vom zweiten auf den dritten Rang verdrängt. Jetzt ging es darum, auch im dritten Lauf vor Christian Strebel ins Ziel zu kommen und die Gesamtführung in der Meisterschaft an sich zu reissen. Genauso kam es. Fischer begnügte sich, Strebel auf Distanz zu halten und erneut auf den 3. Rang zu fahren. Dabei liess er seinem Teamkollegen Luis Miguel Oliveira den Vortritt, der mit Rang zwei und zwei 4. Plätzen in der Tageswertung hinter Fischer überraschend aufs Podest fuhr. Im Schatten der Spitzenfahrer holte sich Beni Wehrli aus Mellingen geradezu sensationell den 4. Rang, was für den 52-Jährigen Karrierebestleistung bedeutet.
Bittere Tränen gab es bei Rookie Sämi Mettler, der in den beiden ersten Läufen jeweils Dritter wurde und bereits mit einem Podestplatz in der Tageswertung rechnen konnte. Mettler hatte Pech. Er quetschte sich bei einem Zwischenfall ein Bein und musste sich im dritten Lauf mit einem 5. Rang begnügen. Er hat einen Knöchelbruch, liegt im Spital und wurde operiert. Das wirft ihn in der Juniorklasse auf Rang vier in der Gesamtwertung zurück, allerdings punktgleich mit dem Drittklassierten.
In der Meisterschaft geht es jetzt Schlag auf Schlag. Schon am Samstag und Sonntag stehen auf der Hochgeschwindigkeitspiste von Koppigen BE gleich vier Läufe an.
Am Wochenende gehts weiter
Dennis Fischer hat im Bernbiet die Chance, eine Vorentscheidung in der Meisterschaft herbeizuführen. Er will sich aber nicht zu sehr unter Druck setzen. «Wir nehmen einen Lauf nach dem anderen», sagt er nach dem erfolgreichen Wochenende in Obwalden. «Es geht jetzt darum, die direkte Konkurrenz in Schach zu halten. Dann kann es mit dem Titel klappen.» Nach Koppigen kommt es am 13. September in Waldhäusern (bei Bünzen) zum Saisonfinale, bei dem die zwei letzten Meisterschaftsläufe ausgetragen werden. Insgesamt sind noch 150 Siegpunkte zu holen. (zVg)
Klassement nach 11 von 17 Läufen
Dennis Fischer 210
Marco Abt 199
Christian Strebel 199
Luis Miguel Oliveira 180
Patrick Trummer 150
Beni Wehrli 140