Die Tägligerin Andrea Jäggi schildert ihre Teilnahme an der U19-EM in Bosnien-Herzegowina und die Erkenntnisse daraus
Es lief nicht alles wunschgemäss. Trotzdem konnte Andrea Jäggi aus Tägerig an der U19-EM der Frauen in Bosnien-Herzegowina zeigen, was in ...
Die Tägligerin Andrea Jäggi schildert ihre Teilnahme an der U19-EM in Bosnien-Herzegowina und die Erkenntnisse daraus
Es lief nicht alles wunschgemäss. Trotzdem konnte Andrea Jäggi aus Tägerig an der U19-EM der Frauen in Bosnien-Herzegowina zeigen, was in ihr steckte.
◆ Andrea Jäggi, welchen Moment dieser EM werden Sie nie mehr vergessen?
Ein Moment, den ich nie vergessen werde, ist sicher der Match gegen Spanien (2:2, Spanien wurde später Europameister, Anm. d. Red.). In Erinnerung bleiben wird mir auch der Zusammenhalt, den wir im Team hatten. Wir waren wie eine Familie, haben uns alle gegenseitig unterstützt und respektiert.
◆ Wenn Sie diese EM rückblickend mit Ihren Vorstellungen und Erwartungen vergleichen: Was war so, wie Sie es sich vorgestellt hatten, und was nicht? Ich glaube, wir hatten alle gehofft, dass wir über die Gruppenphase hinauskommen. Aber es hat nicht ganz gereicht. Auch meine Spielzeit hatte ich mir anders erwünscht – ich hatte gehofft, dass ich ein bisschen mehr spielen würde. Aber ich hatte eine andere Rolle als bei der Qualifikation und habe diese auch angenommen.
◆ Was ist das wichtigste Learning, das Sie für Ihre sportliche Zukunft mitnehmen?
Die wichtigste Erkenntnis, die ich für die Zukunft mitnehme, ist sicher, dass es Spiele gibt, in denen man dominiert und vielleicht trotzdem nur ein Unentschieden herausholt. Und dass man nur das beeinflussen kann, worauf man wirklich einen Einfluss hat, wie die Vorbereitung. Andere Dinge wie den Schiedsrichter, den Platz oder das Wetter kann man nicht beeinflussen.
◆ Was hat auf der Heimreise dominiert, Enttäuschung oder Stolz?
Im ersten Moment waren wir schon sehr enttäuscht darüber, dass wir in der Gruppenphase ausgeschieden sind. Aber ich glaube, nachdem wir alle zu Hause waren und ein bisschen abschalten konnten, waren wir extrem stolz aufeinander und darauf, was wir auch in dieser kurzen Zeit geleistet hatten. Wir dürfen stolz darauf sein, es überhaupt unter die Top 8 geschafft zu haben. Es war immerhin das erste Mal seit 2017, dass eine Schweizer Frauen-U19 an der EM dabei war. ◆ Wenn Sie jetzt mit ein paar Tagen Abstand zurückblicken: Sind Sie zufrieden mit Ihrer Leistung, mit der der Mannschaft?
Rückblickend bin ich extrem zufrieden. Wir hatten einen grossartigen Zusammenhalt im Team. Wir waren alle für einander da. Wir haben uns unterstützt, auf und neben dem Platz. Wir sind immer positiv geblieben. Man konnte mit jedem ein Problem ansprechen. Mit meiner Leistung bin ich auch zufrieden. Ich glaube, im dritten Match (4:3 gegen Island, Anm. d. Red.) konnte ich auch 90 Minuten lang beweisen, was ich mit meinen Stärken leisten und in einer Mannschaft beitragen kann.
Susanne Loacker