Fislisbach: Am 14. Juni wird über den Kredit zur Schul-Teilsanierung abgestimmt, die Meinungen sind kontrovers
Wie soll der Schulraum entwickelt werden? Gemeinderat und das Referendumskomitee sind sich uneins. Besonders die Etappe Teilsanierung und der Kredit über 5,3 ...
Fislisbach: Am 14. Juni wird über den Kredit zur Schul-Teilsanierung abgestimmt, die Meinungen sind kontrovers
Wie soll der Schulraum entwickelt werden? Gemeinderat und das Referendumskomitee sind sich uneins. Besonders die Etappe Teilsanierung und der Kredit über 5,3 Millionen Franken sorgen für Diskussionen.
Die Sanierung der Schulanlage Leematten in Fislisbach ist umstritten. Seit die Gemeindeversammlung im November 2025 eine umfassende Instandsetzung der bestehenden Schulgebäude auf dem Areal Leematten deutlich gutgeheissen hatte, sind Schulhäuser und Turnhallen in Fislisbach Dorfgespräch. In der Folge hatte nämlich eine Interessengruppe das Referendum ergriffen. Sie lehnt den dafür nötigen Kredit von knapp 5,3 Millionen Franken ab. Es fehle ein Gesamtkonzept für die Entwicklung der Schulanlage, die Teilsanierung sei weder wirtschaftlich noch nachhaltig. Den Behörden wurden fristgerecht über 400 Unterschriften eingereicht – nötig sind in Fislisbach 363 gültige Unterschriften. Nun folgt am 14. Juni die Referendumsabstimmung zur Teilsanierung Schulcampus Leematten (Etappe II).
Um was geht es?
In Fislisbach muss die Schulraumplanung auf dem Schulcampus Leematten weiter entwickelt werden. Dabei geht die Gemeinde Fislisbach etappenweise vor. Nach dem Kauf und dem Bau des Modulholzbaus Leematten IV geht es um die Sanierung, wie der Gemeinderat im Vorfeld der Winter-Gmeind 2025 informierte. Der Gemeinderat beurteilt die bestehende Bausubstanz grundsätzlich als gut, es gibt aber punktuellen Sanierungsbedarf. Ziel der Massnahmen ist einerseits der Werterhalt der Gebäude und andererseits die Anpassung an zukünftige schulische Anforderungen. Technisch stehen insbesondere Verbesserungen im Bereich Sonnenschutz, Fensterersatz sowie die Modernisierung der Elektro- und Beleuchtungsanlagen im Fokus. Pädagogisch sollen die Räume flexibler nutzbar gemacht werden, beispielsweise durch neue Gruppenräume und visuelle Verbindungen zwischen Klassenzimmern. Diese Sanierung erfolgt in mehreren Bauphasen, die als Teilsanierung Schulcampus Leematten bezeichnet wird. Dafür hatte der Gemeinderat an der Winter-Gmeind 2025 einen Kredit von rund 5,3 Millionen Franken beantragt, der an der Gmeind deutlich angenommen worden war, wie eingangs erwähnt. Wie ebenfalls bereits erwähnt, wurde dagegen das Referendum ergriffen. Die etappenweise Sanierung des Schulcampus Leematten ab 2026 bis 2031 umfasst die Schulhäuser Leematten I und II mit Fokus auf Sanitäranlagen, Lift, Fenster und strukturellen Anpassungen, anschliessend sollen Arbeiten am Schulhaus Leematten III sowie an der Mehrzweckhalle/Turnhalle im Bereich Duschen, Lüftung und Beleuchtung ausgeführt werden. Eine Neubewertung ist zudem im Kindergarten Leematten I aufgrund eines ungünstigem Kosten-Nutzen-Verhältnis geplant.
Eine strategische Neubeurteilung erfolgt in einer späteren Etappe. In diese dritte Phase werden laut Gemeinderat auch Vereine einbezogen. Analysiert wird dabei der Bedarf an allfälligen Erweiterungs- oder Neubauten. Dafür wurde mittelfristig ein Betrag von 17 Millionen Franken in die Investitionsplanung aufgenommen.
Andrea Frey, Viktor Bosshard und Roger Müller, alle drei Mitglieder des Referendumkomitees, sind mit dem Vorgehen des Gemeinderats nicht einverstanden. Sie erklären im Interview auf Seite 9 warum sie nach der letzten Winter-Gmeind das Referendum ergriffen haben. Gleichzeitig betonen sie, dass ihre Ablehnung des Millionen-Kredits kein «Nein» zur Schule sei, sondern ein «Stoppsignal gegen eine überstürzte Planung».
Heidi Hess
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