Volleyball: Ein Jahr Volley Reusstal – das erste Heimwochenende steht vor der Tür
Aus dem Sportverein Künten und dem VBC Mellingen wurde vor einem Jahr Volley Reusstal. Nun beginnt die zweite Saison des neuen Vereins.
Drei Jahre hatte Sportchef ...
Volleyball: Ein Jahr Volley Reusstal – das erste Heimwochenende steht vor der Tür
Aus dem Sportverein Künten und dem VBC Mellingen wurde vor einem Jahr Volley Reusstal. Nun beginnt die zweite Saison des neuen Vereins.
Drei Jahre hatte Sportchef Tobias Heimgarter veranschlagt, bis das Projekt wirklich laufen würde: Zwei Sportvereine mit zusammen über 250 Mitgliedern zu fusionieren braucht auf vielen Ebenen viel Arbeit. Nun ist ein Jahr vergangen, und die Erkenntnisse sind eindeutig: Der Effort hat sich gelohnt. «Vor allem der Boom im Nachwuchsbereich ist sehr erfreulich», sagt Heimgartner – die Erwartungen seien bisher sogar übertroffen worden.
Natürlich läuft noch nicht alles ganz rund: «An einigen Stellen rumpelt es noch», sagt Heimgartner. «Es wäre natürlich schön, wenn alles schneller gehen würde. Es gibt auch Orte im Verein, in die schon sehr viel Ruhe gekommen ist. An anderen Stellen beginnt die Veränderung gerade erst, dort braucht es noch Geduld.»
Hallenbelegung als Herausforderung
Auch sportlich ist man bei Volley Reusstal gut unterwegs. Der Wunsch, dass alle Teams zweimal pro Woche trainieren können, ist mehrheitlich in Erfüllung gegangen. Der Flaschenhals ist wie so oft die Hallenbelegung, gerade bei den Juniorenmannschaften. Aber alles in allem habe sich die Situation gegenüber früher merklich verbessert. Obwohl einige motivierte Trainer in der Halle sind, gibt es trotzdem immer wieder mal Engpässe, sodass Sportchef Tobias Heimgartner momentan sechs Trainings pro Woche betreut.
Die Jüngste ist knapp 16 Jahre
Bei den Frauen 1, die in der 2. Liga spielen, ist vieles neu geworden auf diese Saison: «Das Team hat sich sehr verjüngt», sagt Passeues Tanja Stadler, «vom letztjährigen Team spielt vielleicht noch die Hälfte. Wir konnten viele junge Spielerinnen in die Mannschaft holen. Das ist für mich eine riesige Motivation im Hinblick auf die kommende Saison.» Es falle ihr auf, sagt Stadler, dass in den Köpfen der jungen Spielerinnen – die jüngste im Team ist erst knapp 16 – die alte Trennung zwischen Künten und Mellingen gar nie vorhanden gewesen sei. Vor einem Jahr noch sei halt recht präsent gewesen, wer einmal für Künten und wer für Mellingen gespielt habe. Der Teamgeist ist mit dem neuen Verein mitgewachsen, und die bewährten Spielerinnen der letzten Saison haben Spass daran, mehr Verantwortung in der Mannschaft übernehmen zu können, weil sie jetzt in der Vorbild-Rolle sind. Auch für Trainer Tobias Heimgartner ist die neue Konstellation eine spannende Herausforderung: «Wenn ich früher eingewechselt habe, waren alle Spielerinnen vergleichsweise ähnlich. Heute hab ich die Wahl zwischen sehr bewährten, erfahrenen Spielerinnen und den jungen, die sich beweisen möchten. Das gibt eine völlig andere Dynamik.»
Vereinsinternes Derby
Für die Männerteams hat am Montagabend (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) die Meisterschaft bereits begonnen, und zwar gleich mit einem Knüller: Da in dieser Saison das erste und das zweite Team in der 4. Liga spielen, sind die Mannschaften Konkurrenten. Damit diese Konkurrenz nicht gegen Ende der Meisterschaft zum Problem wird, wurde das vereinsinterne Derby auf den Saisonstart gelegt. Am Sonntag, 18. Oktober, findet in der Kleinen Kreuzzelg die erste grosse Heimrunde von Volley Reusstal statt.
Susanne Loacker