Niederwil: Der Verein Gnadenthal blickte an seiner Mitgliederversammlung auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück
An der Mitgliederversammlung des Vereins Gnadenthal im Reusspark standen die Wahlen für den Vorstand im Zentrum.
Die Vereinsführung liegt neu in ...
Niederwil: Der Verein Gnadenthal blickte an seiner Mitgliederversammlung auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück
An der Mitgliederversammlung des Vereins Gnadenthal im Reusspark standen die Wahlen für den Vorstand im Zentrum.
Die Vereinsführung liegt neu in Frauenhand. Zudem wurde der abtretende Direktor geehrt und der Nachfolger stellte sich vor.
n der gut besuchten Mitgliederversammlung des Vereins Gnadenthal nahmen am Freitagabend 147 Personen teil. Der Verein zählt aktuell 674 Mitglieder (594 Einzel- und 80 Kollektivmitglieder). «Aus finanzieller Sicht verzeichneten wir ein erfolgreiches Jahr», erklärte Vereinspräsident Kurt Notter. Der Reusspark erzielte 2025 einen Betriebsgewinn von 209 634 Franken. Das Heim bildet damit Rückstellungen für bauliche Investitionen. Notter erwähnte, dass die ökologischen Massnahmen im Gebiet durch die Niederwiler Landwirte auf Kurs seien. Noch nicht realisiert vom Kanton ist der Radweg mit Allee. «Ich bin zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden wird», sagte der Präsident und erwähnte 2027 als Baustart. Die Jahresrechnung, die Jahresberichte, die besser abschliessende Bauabrechnung für Küchenumbauten und Trinkwasserstationen sowie alle anderen Traktanden wurden einstimmig genehmigt.
Wichtige Ersatz- und Neuwahlen
Es gab Ersatz- und Neuwahlen für die verbleibende Amtsperiode 2023– 2027. Nach sehr langem Engagement traten Kurt Notter aus Wohlen (seit 2013 im Vorstand und seit 2021 Vereinspräsident) sowie Brigitte Peterhans aus Mellingen (nach 25 Jahren Vorstandstätigkeit) vorzeitig zurück. Beide wurden für ihre langjährigen Verdienste zu Ehrenmitgliedern ernannt. Peterhans ist nach Uruguay ausgewandert. Neu in den Vorstand gewählt wurden Sabine Burkhalter Kaimakliotis aus Oberwil-Lieli sowie Stefan Keusch aus Villmergen. Mit Sabine Burkhalter verstärket eine erfahrene Juristin den Vorstand. Stefan Keusch bringt als ausgewiesener Fachmann breite Kenntnisse in der Bau- und Projektbranche mit. Zur neuen Vereinspräsidentin wurde Christine Kaspar Frei gewählt; sie gehört dem Vorstand seit 2019 an. «Es ist mir eine Ehre, an der weiteren Entwicklung des Reussparks mitzuarbeiten und ich freue mich sehr», sagte sie. Direktor Urs Bosisio geht zwar erst Ende Juni (Interview in der Ausgabe vom 22. Mai). Sein Wirken wurde jedoch bereits gewürdigt. «Urs war kein Zauderer und ein Mann, der Entscheidungen traf», charakterisierte ihn Kurt Notter. Er habe den Reusspark ab Ende 2021 in ruhigere Gewässer geführt, Visionen umgesetzt und die Kultur als wichtiges Element etabliert, der den Ruf als führendes Pflegeheim im Kanton Aargau nach aussen trage. Das Motto «heiwärts» wird den Reusspark übrigens noch durch das Jahr 2026 begleiten. Die vielen Veranstaltungen und Projekte zu den Themen Tod, Sterben und Endlichkeit fanden grossen Anklang. – Die Wahl des Themas war aber auch mutig. Laut Urs Bosisio hat er auch Anfeindungen erlebt, nicht alle hatten Verständnis dafür. Notter überreichte dem scheidenden Direktor ein symbolisches Geschenk in Form eines sogenannten Gnadenthaler Huts.
An der Versammlung stellte sich auch der designierte Reusspark Direktor Dominik Bammatter (43) auf sympathische Weise vor. Er wohnt mit seiner Frau und den Zwillingen in Mellingen und wird am 1. Juli seine neue Aufgabe im Pflegeheim antreten.
Marc Benedetti