Spezialitäten aus dem neapolitanischen Hinterland als Geheimtipp – im «Kreuz» kann man sie probieren
Im ehemaligen Restaurant Kreuz ist nach zwei Jahren wieder Leben eingekehrt. Ein junges Paar hat sich in Niederwil den Traum vom eigenen Lokal verwirklicht. Die ...
Spezialitäten aus dem neapolitanischen Hinterland als Geheimtipp – im «Kreuz» kann man sie probieren
Im ehemaligen Restaurant Kreuz ist nach zwei Jahren wieder Leben eingekehrt. Ein junges Paar hat sich in Niederwil den Traum vom eigenen Lokal verwirklicht. Die selbstgemachte Pasta und die Ravioli werden bereits gerühmt.
Im Oktober 2025 haben Marika Gamboni und ihr Partner Giuseppe di Capua ihr neues Lokal mit dem Namen «Ristorante Pizzeria Terra Irpina» eröffnet. Sie haben die Gaststube neu gestaltet. Dort wo der Stammtisch stand, ist eine mit viel Holz und Weinflaschen gestaltete Lounge-Ecke entstanden. Ein künstliches Cheminee sorgt für Gemütlichkeit und die Tische sind schön eingedeckt. Die Wirtsleute empfangen die Gäste herzlich. «Unser Traum war es, ein kleines Restaurant zu eröffnen», sagt Marika Gamboni. Vorher arbeiteten sie als Angestellte. «Wir finden die Leute in Niederwil sehr nett», fügt sie hinzu. Der Name des Lokals, «Terra Irpina», weist auf ihre Herkunft hin. Irpina in der Region Kampanien liegt östlich von Avellino in den Bergen. «Meine Familie führt dort ein Restaurant mit lokalen Spezialitäten», sagt Marika Gamboni. Berühmt ist die Gegend beispielsweise für schwarze Trüffel. Das Restaurant in Niederwil bietet eine klassische italienische Karte an. Es gibt traditionelle Gerichte und Pizzas, wobei man neben Klassikern auch spannende Eigenkreationen auf der Karte entdeckt. Die Pasta und die Ravioli macht der Koch selbst. Bei den Hauptgerichten beliebt, ist bereits der Rindsschmorbraten mit Stock, das Kalbsschnitzel an Zitronensauce oder die Polpette (Hackfleischbällchen). Mittags bietet das Restaurant ein Vegi- und ein Fleischmenü an. Freude am Neustart des Restaurants hat Marlis Töngi-Koch. Sie ist mit ihren Geschwistern Walter und Jeannette im «Kreuz» gross geworden. «Unsere Eltern haben 32 Jahre lang hier gewirtet», sagt sie, «wir kennen das Haus in- und auswendig.» 1983 gingen die Eltern in Pension und verkauften die Liegenschaft. Seither gab es viele Wechsel. Die letzten zwei Jahre war das Lokal zwar verpachtet, aber nicht zugänglich. Marlis Töngi freut sich, dass das sympathische italienische Paar einen Neuanfang in Niederwil wagt, hat es unter ihre Fittiche genommen und gastronomisch beraten: «Fünf Franken kannst du auf dem Land für einen Kaffee nicht verlangen. Du musst zudem Wein im Offenausschank anbieten, riet ich ihnen.» Das Paar war dankbar für die Tipps und hat schon einige Sachen angepasst. Töngi kann das Essen wärmstens empfehlen: «Mein Mann hat die Ravioli bestellt und sagte, das seien die besten Ravioli, die er je gegessen habe …» – An der Fasnacht wird das dekorierte Lokal die Festfreudigen wieder wie früher willkommen heissen. Die Ex-Ehrenschränzer werden heute Abend ihren Apéro im «Terra Irpina» nehmen und gespannt auf den Ehrenschränzer 2026 warten.
Homepage: terrairpina.ch
Marc Benedetti