Künten-Sulz: Fähri-Saison bei schönstem «Sommerwetter» eröffnet. Der Verein spendierte Spaziergängern einen Apéro
Die Reuss-Fähre fährt seit Samstag wieder. Der Fähriverein Sulz-Fischbach lud zur Saisoneröffnung diesmal ...
Künten-Sulz: Fähri-Saison bei schönstem «Sommerwetter» eröffnet. Der Verein spendierte Spaziergängern einen Apéro
Die Reuss-Fähre fährt seit Samstag wieder. Der Fähriverein Sulz-Fischbach lud zur Saisoneröffnung diesmal die Öffentlichkeit ein.
Es war viel los beim Materialhäuschen des Fährivereins
Sulz-Fischbach. Dieses liegt in Sulz bei der Anlegestelle der Fähre. Vereinsmitglieder und Gäste sassen gemütlich an Tischen unter Sonnenschirmen und stiessen bei einem spendierten Apéro auf eine gute Saison an. Ein Alphornduo mit den Vereinsmitgliedern Edgar Meier und Fritz Kappeler spielte heitere Weisen. «Wir haben den Anlass dieses Jahr öffentlich ausgeschrieben. Letztes Jahr war er intern», sagt Vereinspräsident Toni Meier. Der Betrieb der Fähre lief am Samstag gut an. «Wir sind froh, dass es genug Wasser hat. Jetzt ist es tipptopp», so der Präsident. Die «Franziska 2» geleitete am Sonntag viele Spaziergängerinnen und Spaziergänger, Einzelpersonen, Familien und Gruppen sicher über die Reuss.
Elf Fährimänner, davon zwei Neue
Während am Samstag Michael Händle als «Fährimaa» im Einsatz war und rund 40 bis 50 Personen fuhr, hatte am Sonntag Harry Kummer seinen Einsatz. 2025 fuhr der Mellinger, bekannt von den Pontonieren und als Bassist der Stadtmusik, bereits Extrafahrten. Nun wird er auch an Wochenenden anzutreffen sein. Total betreiben elf Fährimänner die Fähre über den Fluss, welche allein durch den Wasserdruck über ein Drahtseil angetrieben wird. Es handelt sich um eine motorlose «Gier-Seilfähre». Der Fährmann muss das Boot gut steuern können, damit dies funktioniert. Neben Kummer ist neu auch Jan Wiegers, der die Prüfung absolviert hat, im Einsatz. «In circa drei Jahren möchten wir ein neues Schiff anschaffen», sagt Vereinspräsident Toni Meier. Das Kunststoffboot «Franziska 2» ist bereits seit 1988 im Einsatz. Angst, dass der Reusssteg ihm die Existenz wegnehmen wird, hat der aktuell 130 Mitglieder zählende Fähri-Verein nicht. Die Gemeinden Künten und Fischbach-Göslikon seien interessiert, dass die Fähre auch mit Steg weiterfahre. «Wir hatten die Idee, dass man eine neue Runde machen kann», erklärt Meier. Die Fähre und der Reusssteg würden rund 700 Meter auseinanderliegen. Also mit der Fähre rüber und über den Steg zurück – oder umgekehrt ...
Marc Benedetti
Die Fähre fährt jeweils Samstag 14 bis 18 Uhr und Sonntag 10 bis 18 Uhr. Weitere Infos: faehriverein.ch