Der Infoanlass zur geplanten neuen Oberstufenschulanlage in Niederrohrdorf war informativ (vgl. «Reussbote» vom 27. März). Die Fragerunde am Schluss war weniger befriedigend. So wurden einige Fragen nur ungenau oder gar nicht beantwortet. Ich habe zweimal gefragt, wie ...
Der Infoanlass zur geplanten neuen Oberstufenschulanlage in Niederrohrdorf war informativ (vgl. «Reussbote» vom 27. März). Die Fragerunde am Schluss war weniger befriedigend. So wurden einige Fragen nur ungenau oder gar nicht beantwortet. Ich habe zweimal gefragt, wie sich die heutige Schülerzahl bezüglich der einzelnen vier Gemeinden zusammensetzt (neben Nieder- und Oberrohrdorf-Staretschwil auch noch Remetschwil und Bellikon) und wie sich diese Zahlen in den nächsten Jahren verändern werden. Darauf erhielt ich keine klare Antwort. Ist die These richtig, dass in der Tendenz die Gemeinde Niederrohrdorf weitaus am meisten Schülerinnen und Schüler in die neue Anlage schicken wird? Oberrohrdorf-Staretschwil ist gebaut, das heisst wir haben kein Bauland mehr und die vom Kanton geforderte Verdichtung ist schwierig umzusetzen. Weil die Baukosten aber – gemäss den Statuten der Kreisschule – nach der Einwohnerzahl berechnet werden, und wir das kaum ändern können, müssen wir die Grösse der neuen Schulanlage in Frage stellen. Ein Vergleich mit Baden, wie das der Schulleiter gemacht hat, ist nicht sinnvoll. Der Schulleiter sagte zudem, dass mit dem Projekt für die nächsten 20 bis 30 Jahre genügend Platz sei. Ist es sinnvoll, derart auf Vorrat zu bauen und die Gemeinden zur Kasse zu bitten? Der Schulleiter sprach auch von einer «Delle», die punkto Schülerzahlen in den nächsten Jahren zu erwarten sei. Auch der neueste Bildungsbericht der Schweiz spricht von «geburtenschwachen Jahrgängen», die nun folgen werden. Sollten wir angesichts dieser Fakten nicht bescheidener planen?
René Roca, Alt-Vizeammann und Alt-Gemeinderat Oberrohrdorf-Staretschwil