3. Liga, Gruppe 1: Beim FC Othmarsingen herrscht Aufbruchstimmung – vieles ist neu auf der Falkenmatt
Vieles ist auf die neue Saison hin neu beim FC Othmarsingen. Neuer Trainer, neuer Co-Trainer, neuer sportlicher Leiter, neue Spieler – einer aber ist geblieben: Beat ...
3. Liga, Gruppe 1: Beim FC Othmarsingen herrscht Aufbruchstimmung – vieles ist neu auf der Falkenmatt
Vieles ist auf die neue Saison hin neu beim FC Othmarsingen. Neuer Trainer, neuer Co-Trainer, neuer sportlicher Leiter, neue Spieler – einer aber ist geblieben: Beat Dünki, omnipräsenter Präsident.
Beat Dünki steht zufrieden an der Seitenlinie auf dem Fussballplatz in Villmergen. Seine Mannschaft führt gegen das in die 2. Liga aufgestiegene Villmergen. En Achtungserfolg, auch wenn es am Schluss eine knappe 1:2-Niederlage absetzt. Dünki erwähnt, dass beim FCO vieles neu ist auf die Saison 2026/27. Dies nachdem er in der letzten Saison einmal mehr als Trainer eingesprungen ist. Zum x-ten Mal. «Wir haben neun Junioren in den Kader der ersten Mannschaft aufgenommen», sagt der Präsident. Neben ihm steht Norbert «Nobi» Schneider, Fussballer beim FC Wettingen in der Nationalliga A und langjähriger, erfolgreicher Trainer auf höchster Regionalebene. «Er hat sie trainiert bei uns», ergänzt Dünki und zeigt auf Schneider. Dieser nickt und erwähnt, dass sie alle Fussballspielen können. «Sie brauchen aber zwei, drei gestandene Fussballer, dann kann es gut kommen», so Schneider. Beat Dünki dürfte das mit einer gewissen Genugtuung zur Kenntnis genommen haben. Denn mit dem Einbezug der Junioren in die 1. Mannschaft keimt beim Falkenmattclub Hoffnung auf eine bessere Saison.
Neuer Trainer an der Seitenlinie
An der Seitenlinie stand am vergangenen Donnerstagabend ein neuer Übungsleiter. Es ist ein bekanntes Gesicht im Kanton Aargau: Vojan Cvijanovic. Als Junior durchlief er sämtliche U-Auswahlen beim FC Aarau, trainierte danach mit der ersten Mannschaft in der Super League und kam sogar zu einem Teileinsatz. «Leider reichte es aber nicht», sagt der mittlerweile 37-Jährige. Weitere Stationen als Spieler waren Einsätze in Brugg, Olten und Entfelden, wo er zweimal den Aargauer Cup gewann. Danach folgten Stationen in Gränichen und Zofingen, wo er seine Fussballschuhe an den berühmten Nagel hing. «Ich war ein Wandervogel» sagt Cvijanovic und lacht. Danach folgten Engagements als Trainer bei Menzo Reinach (5 Jahre) und zuletzt beim FC Gontenschwil (5Jahre).
Wie kommt Vojan Cvijanovic auf den FC Othmarsingen? «Ich kenne Beat Dünki schon lange. Da kam er auf mich zu und es hat von Anfang an gepasst», sagt der neue Trainer. «Mir gefällt es, mit jungen Spielern zu arbeiten und mit ihnen etwas zu erreichen.» Der neue FCO-Trainer besitzt das B-Diplom und möchte in absehbarer Zeit einmal das A-Diplom erwerben.
Vieles passt schon
Vor zwei Wochen startete der FCO in die Vorbereitung auf die neue Saison hin. Das Spiel am letzten Donnerstag gegen Villmergen war bereits die zweite Partie. Gegen Kappelerhof gab es ein 2:2. Und wie ist der neue Trainer zufrieden mit dem Start in die Vorbereitung? «Gegen Kappelerhof war es ein gutes Spiel. Auch gegen Villmergen bin ich grundsätzlich zufrieden, wir hatten eine anstrengende Woche hinter uns. Dies machte sich im Spiel bemerkbar. Nach etwa 65 Minuten liessen wir merklich nach.» Noch fehlt die Kraft über 90 Minuten. Cvijanovic ist zuversichtlich, dass er dies bis zum Start in die neue Saison (15. August in Gränichen) hinbekommt.
Der neue Trainer möchte, dass seine Mannschaft möglichst viel Ballbesitz hat. «Nach der Balleroberung müssen wir schnell umschalten und in die Spitze spielen.» Dies gelang gegen Villmergen teilweise schon recht gut. Und welches Ziel setzt er sich für die neue Saison? Cvijanovic überlegt lange und sagt danach, dass ein gesicherter Platz im Mittelfeld angestrebt werde. «Wenn es dann mehr ist, dann nehmen wir das gern», fügt er an.
Benedikt Nüssli