Eishockey: Nach einer ärgerlichen 5:6-Niederlage in den Playoffs gegen Münchenbuchsee gewinnt Fi-Gö gegen das gleiche Team den Cup-Halbfinal
Dreimal innert einer Woche hat der HC Fischbach-Göslikon gegen Münchenbuchsee gespielt. Die Playoffs gingen verloren, ...
Eishockey: Nach einer ärgerlichen 5:6-Niederlage in den Playoffs gegen Münchenbuchsee gewinnt Fi-Gö gegen das gleiche Team den Cup-Halbfinal
Dreimal innert einer Woche hat der HC Fischbach-Göslikon gegen Münchenbuchsee gespielt. Die Playoffs gingen verloren, aber der Cup-Halbfinal wurde ein klarer Sieg.
Am Sonntag vor einer Woche brachte der HC Fischbach-Göslikon ein 5:5 Unentschieden aus Münchenbuchsee, dem Playoff-Gegner, heim (der «Reussbote» berichtete). Im Rückspiel des Playoff-Viertelfinals war also am vergangenen Dienstag alles offen. In einer Partie voller Wendungen kämpfte sich Fi-Gö mehrfach zurück, musste sich am Ende jedoch in der Verlängerung mit 6:7 geschlagen geben. Damit ist der Traum der Titelverteidigung für die Freiämter geplatzt.
Gelegenheit zur Revanche bot sich im dritten Match gegen Münchenbuchsee, wieder mit Heimvorteil. Würde sich das Team um Spielertrainer Michel Simmen, das zuletzt einen müden Eindruck hinterlassen hatte, so spät in der Saison noch einmal aufraffen können?
Die Niederlage schmerzt noch
Die bittere Niederlage hatte die Spieler natürlich noch beschäftigt. Doch mit dem historischen Ziel, das erste Berner Cup-Finale der Vereinsgeschichte zu erreichen, war die Motivation hoch. Anders als in den letzten Duellen gegen Münchenbuchsee wollte Fi-Gö dieses Mal von der ersten Minute an bereit sein.
Trotz der guten Vorsätze schien sich die Geschichte zu wiederholen: Zuerst jubelten die Gäste, denn nach acht Minuten brachte Patrick Krähenbühl Münchenbuchsee mit einem abgefälschten Schuss in Führung. Doch Fi-Gö zeigte sich unbeeindruckt und arbeitete sich in die Partie hinein. In der 19. Minute nutzte Patrick Bula einen Abpraller und stellte zum 1:1-Pausenstand.
Im zweiten Drittel erwischte Münchenbuchsee erneut den besseren Start und Tim Dubois traf zum 1:2.
Patrick Bula mit Hattrick
Doch dann folgte die Offensive von Fischbach-Göslikon – und was für eine. Innerhalb von zwei Minuten drehten Boris Neher und Lars Neher das Spiel zum 3:2. Kurz darauf erhöhte Michael Studer im Powerplay auf 4:2, bevor Carlos Zuberbühler mit einem Backhand-Treffer das 5:2 markierte. Fi-Gö blieb im Angriff unaufhaltsam: Christoph Frei traf erneut im Powerplay zum 6:2, und selbst in Unterzahl war das Team gefährlich. Patrick Bula erzielte in der 33. Minute das 7:2 und brachte die Fans zum Jubeln.
Im Schlussabschnitt setzte Fi-Gö seine Dominanz fort. Patrick Bula, der einen herausragenden Abend erwischte, krönte sich mit einem Hattrick zum 8:2. Zwar gelang den Gästen noch eine kurze Aufholjagd mit zwei Treffern zum 8:4, doch die Schlussoffensive gehörte wieder den Freiämtern. Patrick Bula traf in der 57. Minute zum 9:4, bevor Yves Simmen mit einem sehenswerten Treffer nach Vorlage von Silvan Schwender und Patrick Bula das Stängeli perfekt machte: Endstand 10:4.
Dem Ziel einen Schritt näher
War Fi-Gö so viel besser als fünf Tage zuvor, oder war Münchenbuchsee so viel schlechter? «Wohl eine Mischung aus beidem», sagte Michel Simmen. «Es war eine absolut geglückte Revanche, auch wenn es natürlich schön gewesen wäre, im Playoff weiterzukommen. Aber es ist seit Jahren unser grosses Ziel, den Berner Cup zu gewinnen – das hat bisher noch kein Spieler aus unserer Mannschaft geschafft.»
Mit diesem historischen Sieg ist Fi-Gö diesem Ziel einen grossen Schritt näher gekommen. Am 15. März wartet in Huttwil der EHC Schwarzenburg-Köniz – eine letzte Herausforderung für das Team, um die Saison mit einem Titel zu krönen.
Trotz alledem schien sich am Freitag am Ende der Partie die Euphorie in Grenzen zu halten. «Vielleicht war die Enttäuschung vom Dienstag noch spürbar», sagte Coach Michel Simmen nach dem Spiel. Oder die Spieler waren verständlicherweise einfach k.o. (sl/zVg)