Rudern. Am Samstag zeigte die Crew von «United4Hope», die im Dezember an «The World’s Toughest Row» über den Atlantik teilnehmen wird, ihr Boot «Heide» auf dem Guggerplatz in Fislisbach. Die Aktion stiess auf viel Interesse: Den ganzen Tag ...
Rudern. Am Samstag zeigte die Crew von «United4Hope», die im Dezember an «The World’s Toughest Row» über den Atlantik teilnehmen wird, ihr Boot «Heide» auf dem Guggerplatz in Fislisbach. Die Aktion stiess auf viel Interesse: Den ganzen Tag über kamen Interessierte, die das Boot sehen und Fragen stellen wollten. Besonders spannend fanden es die Besucherinnen und Besucher, dass sie selber ins Boot steigen und sogar in die beiden kleinen Kabinen klettern durften, in denen Valerie Zellweger, Manuela Wettstein, Eivind Helland und Pascal Bircher turnusmässig schlafen werden. Der Plan ist, dass jeweils zwei Personen zwei Stunden lang rudern, während die anderen beiden in dieser Zeit essen, Ämtli auf dem Boot verrichten und sich ausruhen.
Das Publikum hatte viele Fragen und staunte darüber, wie vergleichsweise klein dieses Boot ist, auf dem die Crew rund 40 Tage verbringen wird, und dass ein schlichter Plastik-Eimer während dieser Zeit als WC dienen wird.
Weitere wiederkehrende Fragen waren die nach dem Proviant und nach der Sicherheit. Die Crew wird ihren sehr hohen Kalorienbedarf zum Grossteil mit gefriergetrockneten Fertig-Menüs, einer Art Astronauten-Essen, decken müssen. Die leeren Beutel dürfen dann natürlich nicht ins Meer geworfen werden, sondern werden bei der Ankunft in Antigua überprüft und dann an den Ausgangsort der Reise zurückgeschickt. Denn es ist nicht so, dass bei «The World’s Toughest Row» Begleitboote unterwegs wären: Die Teams sind wirklich auf sich gestellt. Zu ihrer Sicherheit müssen sie an Bord zu jeder Zeit gesichert sein und die Türen der beiden Mini-Kajüten dürfen auf keinen Fall offen bleiben: So lang kein Wasser in diese Kajüten gelangt, ist das Boot «Heidi» faktisch unsinkbar. Selbst wenn es bei starkem Wellengang kentern sollte, richtet es sich von selber wieder auf. Für den Notfall stehen Funk plus Notfallkommunikation zur Verfügung. Dank Solarzellen und einer Aufbereitungsanlage werden die vier auch mit frischem Trinkwasser versorgt.
Manuela Wettstein, die in Fislisbach eine Physiotherapie-Praxis hat, freute sich sehr über den vielen Besuch: «Es kamen viele Leute, die ich aus der Praxis kenne. Es ist toll, dass wir spüren, dass Fislisbach unser Vorhaben unterstützt und richtiggehend mitfiebert.» (sl)