Fislisbach: «Zäme im Element» – unter diesem Motto feierte Fislisbach sein Dorffest. So schön und vielfältig, dass alle auf ihre Kosten kamen
Über 100 Gruppen, Vereine, und Privatpersonen gestalteten das Fest für ihr Dorf. – Das haben ...
Fislisbach: «Zäme im Element» – unter diesem Motto feierte Fislisbach sein Dorffest. So schön und vielfältig, dass alle auf ihre Kosten kamen
Über 100 Gruppen, Vereine, und Privatpersonen gestalteten das Fest für ihr Dorf. – Das haben sie toll gemacht!
Zum Glück gab es einen Plan für dieses grosse Festgelände. Denn an jeder Ecke auf der Schulanlage Leematten war etwas los. Die «Schwiizergoofe» machten es einem am Samstagnachmittag leicht. Sie waren von weitem aus dem grossen Festzelt zu hören und mit ihnen 100 Kinder, die laut mitsangen. Man konnte aber auch einfach über das Gelände schlendern und sich überraschen lassen. Dann entdeckte man hinter dem Festzelt zwei Kubb-Felder, wo passionierte Spielerinnen und Spieler den Wikinger-König stürzen wollten. Der Fis Kubb hatte Beiz und Spielfeld neben dem «BollWerk» des FC Fislisbach sowie der «turnBar» des Sportvereins. Weiter vorne duftete es nach Raclette, Schlangestehen war bei den Glacéständen angesagt.
Denn rechtzeitig zum Dorffest hatten sich die Regenwolken verzogen. Am Samstag war es sommerlich warm und Schattenplätze waren gefragt. Vorbei an der Gewerbler-Beiz und der Schaukelbar der «Linde» konnten es unzählige, aufgeregte Kinder kaum erwarten, bis sie den kleinen Zug des Vereins SpielBahn Mellingen besteigen und eine Runde fahren durften. Hinter dem Schulhaus kam dann das schillernde Staunen. Denn hier kreierten grosse Expertinnen und kleine Anfänger Blasen aus Seifenwasser, die schwerelos durch die Luft schwebten – bis sie platzten. Auf der Feldstrasse wurden auf dem «Dorf-Märt» gedrechselte Holzobjekte, Tischläufer, Konfitüre, Häkelkörbe, geklöppelte Schals, Kinderkleidchen und vieles mehr verkauft. Entdeckungen ohne Ende, ein Spanferkel drehte im Grill, es wurde beim Treffpunkt der Jugendarbeit getöggelet, als hätten die Fussball-Weltmeisterschaften bereits begonnen. Und etwas versteckt wurden in der Turnhalle Türme mit Kapla-Steinen in den Himmel gebaut – die Idee hatte die Reformierte Kirche. «Wir wollten ein ruhigeres, kreatives Spiel anbieten», erklärte Sozialdiakonin Christine Buschor. Das habe bei Grosseltern und Enkelkindern Anklang gefunden, daran hätten aber auch Teenager Spass gehabt. Nur in den Himmel wuchs dann doch keiner dieser Türme. Irgendwann gerieten sie immer ins Wanken ... Der Verein Chugälirond konnte seine Chugäli-Bahn eröffnen. «Und die ersten 100 Kugeln sind bereits verkauft», freute sich Mitinitiantin Tiziana Hümbeli. Mit der Dämmerung wechselte das Ambiente. Es gab weniger Spiel, dafür mehr Musik.
Fislisbach war, wie es sich das Organisationskomitee wünschte, fünf Tage lang «Zäme im Element» – über 100 Gruppen, Vereine und Privatpersonen hatten dieses grosse Dorffest mit Ideen und Engagement aktiv mitgestaltet.
Heidi Hess